Foto: Vogelsberger Zeitung

Müllauto drohte zu kippen

Anwohner mussten evakuiert werden

KIRTORF OBER-GLEEN
Am Montagnachmittag gegen 15.19 Uhr meldete die Leitstelle des Vogelsbergkreises eine Alarmierung mit dem Stichwort „H2 Hilfeleistung groß“. Das bedeutet eine größere technische Hilfeleistung für die umliegenden Feuerwehren.

Ein Lkw ist schon am Vormittag gegen 11.00 Uhr bei der Rückwärtsfahrt rechts in die Bankette gekommen und geriet so sehr in Schieflage, dass er drohte den Abhang hinunterzustürzen. Gegen 13.15 Uhr wurde ein Bergeunternehmen alarmiert. Frank Weber vom Bergungsunternehmen: „Ich habe sofort gesehen, dass es sich hier um eine brenzlige Situation handelt.“ Er habe dann über die Leitstelle des Vogelsbergkreises die Feuerwehr und Polizei angefordert. Frank Weber hat ständig an der Stoßstange nachgemessen, inwieweit der Lkw abrutscht. Innerhalb 30 Minuten sei der Lkw um eineinhalb Zentimeter eingesunken und drohte zu kippen.

Zusammen mit der Polizei wurde sodann beschlossen, dass die Häuser, die sich unterhalb des Abhanges befinden, evakuiert werden. Parallel hatte der Wehrführer der Stadt Kirtorf Einsatzkräfte aus den Ortsteilen angefordert. Als Erstmaßnahme wurde von der Feuerwehr der Lkw gesichert, denn das Bergeunternehmen benötigt für die schweren Spezialkräne eine längere Anfahrt. Zusätzlich wurde der Rüstzug der Feuerwehr Homberg (Ohm) alarmiert.

In der Zwischenzeit konnte das Bergeunternehmen erste Vorkehrungen zum Bergen des Lkws vornehmen. Schritt für Schritt wurden vereinzelt die Feuerwehrfahrzeuge ausgelöst. Das Bergeunternehmen konnte den Lkw mit zwei Winden gegen das Abrutschen sichern, den Autokran aufbauen und die eigentliche schwierige Bergung konnte beginnen. „Wir hatten in diesem Fall keine Befestigungspunkte wie beispielsweise einen Baum. Wir mussten mit viel Tricks arbeiten um den Lkw wieder auf die Straße zu bekommen, immerhin war der Lkw mit 26 Tonnen voll beladen. Mit unserem 100-Tonnen-Autokran waren wir ziemlich an der Belastungsgrenze“, so Frank Weber.

Der Lkw konnte vom Bergeunternehmen komplett schadensfrei geborgen werden. Dieser konnte dann selbstständig den Einsatzort verlassen. Zum Glück wurden keine Personen verletzt.

Auch das Deutsche Rote Kreuz kam, um die Einsatzkräfte bei Temperaturen bis -9 Grad in den späten Abendstunden mit Essen und warmen Getränken zu versorgen.

Das Bergeunternehmen war mit sechs Fahrzeugen und sechs Personen, die Feuerwehr mit insgesamt 36 Einsatzkräften, sowie das Deutsche Rote Kreuz vor Ort.

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