Foto: Vogelsberger Zeitung

Schlachtfest in Maar mit dem Verein „SzVgg Wutzentod“

Rund 120 Personen nahmen teil – Der Verein gehört zur Kultur des Ortes

MAAR
Kürzlich fand in Maar das 21. Schlachtfest im Landgasthof „Zur Tenne“ statt. Seit 21 Jahren besteht der Verein „SzVgg Wutzentod“ (Schweinezuchtvereinigung Wutzentod) entstanden aufgrund von einem 50. Geburtstag.

Damals habe ein Gründungsmitglied zwei Schweine geschenkt bekommen. Daraus wurde dann peu à peu der Verein, erklärt Dirk Ehlert, Präsident des Vereins. „Wir haben irgendwann eine Freiland-Schweinezucht aufgebaut mit bis zum Teil 14 Schweinen, danach haben wir die Schweine zu Wurst verarbeitet. So entstand dann eine kleine Kirmes in Maar. In der ersten oder zweiten Januarwoche veranstalten wir das >>Wutzentod Schlachtessen<<. Inzwischen ist dieses Fest sehr beliebt und es wurde eine Tradition daraus. Die Karten werden nur an bestimmte Personen vergeben, die Anzahl ist begrenzt. Rund 120 Personen nehmen derzeit daran teil und genießen das leckere Essen“, so Dirk Ehlert.

Obwohl keine Schweine mehr gezüchtet werden, will man den Verein nicht sterben lassen, weil der Verein zur Kultur des Ortes gehört. „Es macht mega Spaß bei super Stimmung und Blasmusik“, sagt der gebürtige Rheinländer, der sich jedes Jahr etwas Neues als Gaudi einfallen lässt. Dieses Jahr trat Ehlert in einem Schweinekostüm auf, welches man im nächsten Jahr nicht mehr sehen wird. „Ich lasse mir jedes Jahr etwas Neues einfallen. Das ist meine Rheinländer-Natur“, so das Schwein alias Dirk Ehlert. Sein Ziel sei es, Stimmung machen, fröhlich und gemütlich sein und gemeinsam ein paar schöne Stunden miteinander verbringen. „Man lebt nur einmal. Lasst uns das Leben genießen“, sagt der Rheinländer, der schon viele Jahre im Vogelsberg heimisch ist. Auf unsere Frage, ob er denn ein glückliches Schwein sei, antwortet Ehlert: „Ich bin eine mega-glückliche Sau.“ Einen Tag später treffen sich alle Mitglieder wieder zu einem gemütlichen Mittagessen.

Vom Verein wird das Essen komplett bezahlt. „Jeder gibt eine Geld-Einlage in die Kasse. Mit dieser Einlage haben wir im Regelfall das Essen bezahlt“, erklärt Ehlert. Nach dem Essen gehen zwei Damen durch die Reihen mit einem Sparschwein und sammeln Spenden ein, um die Musiker zu finanzieren. Derzeit sind es noch neun aktive Mitglieder im Verein.

Gunther Sachs (CDU), Stadtverordnetenvorsteher: „Vielen Dank für die Einladung, auch im Namen des Bürgermeisters, den ich ganz herzlich entschuldigen darf. Solche Schlachtfeste an sich sind mittlerweile sehr selten geworden. Es ist schade, denn früher bei den Hausschlachtungen hat man auch gewusst, wo das Essen herkommt und somit auch wertgeschätzt. Wenn die Bürokratie heute nicht so groß wäre, wäre es schöner, wenn es diese Hausschlachtungen heute noch gäbe. Daher ist es umso schöner, wenn man so ein Schlachtfest noch hat.“ Gunther Sachs überreichte dem Verein ein kleines Präsent in Form einer Falasche Hochprozentigem mit den scherzhaften Worten: „Zum Desinfizieren des Mundes.“ Zur Unterhaltung trugen die Uttrichshäuser Kirmesmusikanten bei. So manches Pärchen schwang dazu das Tanzbein.

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