Zum internationalen Gewaltschutztag am 25. November weht vor der Kreisverwaltung in Lauterbach jedes Jahr die blaue Fahne von „Terre des femmes“, die die Botschaft „Nein zu Gewalt an Frauen – Frei leben ohne Gewalt“ trägt. Gehisst wurde sie von Kathleen Witte und Klaudia Görlich von der Fachstelle gegen häusliche Gewalt, Elisabeth Hillebrand, Beauftragte für Integration und Gleichstellung des Vogelsbergkreises, Bastian Heck, Leiter des Sachgebiets Soziale Dienste beim Vogelsbergkreis, Sandra Obenhack vom Familienbündnis sowie Sonja Hartmann von der WIR-Koordination des Kreises (von links). (Foto: Jennifer Sippel / Vogelsbergkreis)

Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen

Vogelsbergkreis macht auf den internationalen Gewaltschutztag aufmerksam

VOGELSBERGKREIS

Die Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises beteiligt sich auch in diesem Jahr an der Fahnenaktion von „Terre des Femmes“ zum internationalen Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. So weht die blaue Fahne mit der Aufschrift „Frei leben ohne Gewalt“ wieder vor dem Verwaltungsgebäude in Lauterbach und macht auf den besonderen Tag aufmerksam.

„Erschreckend ist, dass laut Studien jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt durch ihren Partner wird“, erklärt Klaudia Görlich von der Fachstelle gegen häusliche Gewalt des Vogelsbergkreises. „Fast jeden dritten Tag stirbt sogar eine Frau in Deutschland – getötet von ihrem Partner oder Ex-Partner“, klärt Kathleen Witte, ebenfalls von der Fachstelle, weiter auf.

„Häusliche Gewalt muss in der Öffentlichkeit weiter thematisiert werden“, fordert Elisabeth Hillebrand, Beauftragte für Integration und Gleichstellung des Vogelsbergkreises. „Nur so kann man den Frauen, aber auch Männern, Mut machen, etwas an ihrer verzweifelten Lage zu ändern.“

Um Mut geht es auch bei der Veranstaltung zum Gewaltschutztag. Am morgigen Freitag, 24. November, findet ab 18 Uhr in der Aula der Sparkasse Oberhessen in Lauterbach ein Themenabend mit Diskussion statt, den die Fachstelle gegen häusliche Gewalt beim Vogelsbergkreis, die Beauftragte für Integration und Gleichstellung, Elisabeth Hillebrand, sowie das Handlungsfeld „Gewaltprävention“ im Familienbündnis veranstalten.

Unter dem Motto „Sei mutig – Eigenschutz und Sicherheit in Beziehungen“ referieren Kampfsport-Experte Thomas Bült und Familientherapeut Fred Weißing an diesem Abend.

Bült beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Thematik „Selbstverteidigung und Selbstschutz“ und engagiert sich ehrenamtlich im Café „Vielerlei“ des Vereins „Gelebte Inklusion“ in Lauterbach und arbeitet im Projekt „Gewalt – Sehen – Helfen“ mit.

Bei der Veranstaltung wird er einige Übungen zur Selbstverteidigung zeigen.

Weißing ist Diplom Sozialarbeiter und Familientherapeut und Leiter der Regionalen Diakonie Vogelsberg. Er gibt an dem Abend den theoretischen Input zum Thema „Eskalation und Deeskalation in Paarbeziehungen“. Weißing ist spezialisiert auf Ehe- und Paarberatung und bietet ebenfalls Beratung für Männer mit gewalttätigem Verhalten an.

Hilfe für Betroffene:

Betroffene von häuslicher Gewalt können sich an die Fachstelle gegen häusliche Gewalt der Kreisverwaltung wenden. Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die von körperlicher oder seelischer Gewalt betroffen sind oder andere Gewaltformen, wie zum Beispiel Stalking, erfahren. Die Beratung ist vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch auch anonym. Als Kontaktpersonen stehen Kathleen Witte und Klaudia Goerlich telefonisch unter 06641/ 977244 sowie per E-Mail unter Fachberatung.HG@vogelsbergkreis.de zur Verfügung.

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