Frontalzusammenstoß zwischen Mazda und VW Polo – 57-jähriger Mazda-Fahrer stirbt, zwei weitere Personen schwer verletzt – Bundesstraße rund drei Stunden voll gesperrt
GROßENLÜDER-BIMBACH
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B254 bei Bimbach ist am Mittwochabend ein 57-jähriger Mann aus Reiskirchen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Bundesstraße musste für die Unfallaufnahme sowie die Rettungs-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten rund drei Stunden in beide Richtungen voll gesperrt werden.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Osthessen ereignete sich der Unfall gegen 21.40 Uhr auf der B254 bei Bimbach. Der 57-Jährige war mit seinem Mazda aus Richtung Fulda kommend in Richtung Großenlüder unterwegs. Im Bereich einer leichten Gefällstrecke geriet der Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem VW Polo.
In dem VW befanden sich eine 59-jährige Frau aus Großenlüder und ein 58-jähriger Mann aus Fulda. Beide wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und nach notärztlicher Erstversorgung in ein Fuldaer Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Mazda wurde durch den Aufprall tödlich verletzt.

Feuerwehr Fulda zunächst vor Ort
Da die Einsatzstelle zunächst im Bereich von Fulda-Haimbach/Maberzell gemeldet worden war, wurde neben weiteren Rettungskräften auch die Feuerwehr Fulda alarmiert. 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr Fulda waren zunächst vor Ort.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass sich die Unfallstelle tatsächlich bei Bimbach befand, wurden die Feuerwehren der Gemeinde Großenlüder nachalarmiert. Insgesamt waren nach Angaben von Simon Wohletz, stellvertretender Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Großenlüder, 39 Einsatzkräfte der Feuerwehren der Gemeinde Großenlüder im Einsatz. Beteiligt waren unter anderem die Feuerwehren aus Bimbach und Großenlüder.
Bergung des Verstorbenen
Eine besondere Herausforderung war die Bergung des tödlich verletzten Mazda-Fahrers. Die Person war nach Angaben Wohletz‘ stark im Fahrzeug eingeklemmt. Eine Bergung über die Fahrer- oder Beifahrertür war nicht möglich. Durch die Manipulation des Sitzes konnte der Verstorbene schließlich über den Kofferraum aus dem Fahrzeug geborgen werden.
Die Bergung erfolgte erst nach der Freigabe durch den hinzugezogenen Gutachter und den Notarzt. Anschließend leuchteten die Einsatzkräfte die Unfallstelle weiter aus und unterstützten bei der Absicherung der Fahrbahn.

Polizei lässt Unfall durch Gutachter untersuchen
Für die Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde durch die Polizei ein Gutachter hinzugezogen. Beide beteiligten Fahrzeuge wurden bei dem Zusammenstoß zerstört. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf mindestens 50.000 Euro. Die genaue Unfallursache ist derzeit noch unklar.

Belastung für Einsatzkräfte
Wohletz betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst. Nachdem sich relativ schnell herausgestellt hatte, dass die eingeklemmte Person bereits verstorben war, habe für die Einsatzkräfte kein Zeitdruck bei der Bergung mehr bestanden. Dadurch habe die Feuerwehr die Bergung mit der erforderlichen Sorgfalt durchführen können.
Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor sprach auch über die psychische Belastung für die Feuerwehrleute. Jeder gehe aufgrund seiner Persönlichkeit unterschiedlich mit solchen Einsätzen um. Nach dem Einsatz sollte es deshalb noch eine kurze Nachbesprechung geben. Für den folgenden Tag waren weitere Gespräche vorgesehen.
Sollte Unterstützung erforderlich sein, könne auch die psychologische Notfallseelsorge hinzugezogen werden. Wohletz machte dabei deutlich, dass die Einsatzkräfte mit den Eindrücken des Einsatzes nicht alleine gelassen werden sollen.
Als besonders belastenden Moment bezeichnete er die Bergung des Verstorbenen. In diesem Augenblick seien die Einsatzkräfte unmittelbar mit dem Tod konfrontiert und nähmen den Körper und das Gesicht des Verstorbenen sehr intensiv wahr.
Die B254 war für die Unfallaufnahme, Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die anschließende Reinigung rund drei Stunden vollständig gesperrt.
Am Einsatzort waren neben den Feuerwehren auch drei Rettungswagen, zwei Notaztwagen und die Polizei Fulda mit drei Streifenwagen.


























