Mehr als 350 Menschen verfolgen große Feuerwehrübung im Wohngebiet – Innenminister Roman Poseck lobt das Konzept
ROMROD
Rund 500 Besucherinnen und Besucher haben am Samstag den Stadtfeuerwehrtag der Feuerwehren der Stadt Romrod besucht. Statt am Feuerwehrhaus fand die Veranstaltung im Bereich Krummacker und Rabenstrut mitten in einem Wohngebiet statt. Mehr als 350 Menschen verfolgten dort die große gemeinsame Übung aller Romröder Stadtteile.
Unter dem Motto „Romrod! Wir brauchen euch!“ wollten die Feuerwehren ihre Arbeit bewusst dorthin bringen, wo die Menschen leben. Neben der Präsentation von Fahrzeugen und Technik stand deshalb vor allem der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt.

Innenminister Roman Poseck zu Gast
Ein besonderer Gast war der Hessische Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck. Er traf gegen 12 Uhr in Romrod ein und richtete ein kurzes Grußwort an die Besucherinnen und Besucher. Reinhold Weitzel, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Romrod, überreichte ihm dabei eine Tasse der Romröder Feuerwehr.
Anschließend informierte sich Poseck auf dem Festgelände über die Arbeit der Romröder Feuerwehren und die Mitgliederkampagne „Romrod! Wir brauchen euch!“. Besonders positiv bewertete er den Ansatz, die Feuerwehr bewusst mitten in ein Wohngebiet zu bringen und auf diese Weise den direkten Kontakt zu den Menschen zu suchen.

Große Feuerwehrübung mit mehreren Einsatzlagen
Um 13 Uhr wurden die Feuerwehren aller Romröder Stadtteile über Pager und Sirenen alarmiert. Für die Übung war an der Kreuzung Rabenstrut und Krummacker ein Verkehrsunfall mit zwei Pkw und drei verletzten Personen dargestellt worden. Als Ursache war ein abgestürzter Hubschrauber auf einer angrenzenden Wiese angenommen worden. Durch den Absturz war zudem ein Wiesenbrand entstanden.
Die Einsatzkräfte mussten damit mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen. Während sich ein Teil der Feuerwehrleute um die technische Hilfeleistung und die Versorgung der Verletzten kümmerte, wurde parallel die Brandbekämpfung eingeleitet. Ziel war es außerdem, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Für die zahlreichen Zuschauer wurde dabei sichtbar, wie unterschiedliche Aufgaben bei einem Feuerwehreinsatz ineinandergreifen und wie wichtig die Zusammenarbeit der einzelnen Einheiten ist.
Moderiert wurde die Übung von Volker Schwenzfeier, Pressesprecher der Romröder Brandschützer. Er erläuterte den Besuchern die verschiedenen Einsatzabschnitte, die Aufgaben der Fahrzeuge und die Zusammenarbeit der Feuerwehren.
Die Übungsleitung hatte Wehrführer Manuel Gemmer. Er war nicht unmittelbar in das dargestellte Einsatzgeschehen eingebunden, sondern koordinierte den Ablauf und sorgte für die Umsetzung des zuvor ausgearbeiteten Übungsszenarios. Die Einsatzleitung lag beim Romröder Stadtbrandinspektor Björn Müller.
Feuerwehrtechnik und Programm für Familien
Auch abseits der Übung gab es auf dem Festgelände einiges zu sehen. Die Besucher konnten Feuerwehrfahrzeuge und technische Ausrüstung aus nächster Nähe betrachten und mit den Einsatzkräften ins Gespräch kommen.
Historische Feuerwehrfahrzeuge wurden von den Oldtimer Freunden Alsfeld präsentiert. Die Firma Stehr aus Storndorf zeigte moderne Feuerlöschtechnik. Zudem waren Hubschrauberrundflüge mit Unterstützung des Heli Service Ziegler möglich. Angebote für Kinder und Familien ergänzten das Programm.
Für die Verpflegung standen unter anderem Kaffee, Waffeln, Pommes, kalte Getränke und die bekannte Kartoffelbrandwurst bereit.
Für die Verantwortlichen stand dabei weniger die reine Präsentation der Feuerwehr im Vordergrund als vielmehr der persönliche Kontakt. Die Menschen sollten nicht nur Fahrzeuge und Technik kennenlernen, sondern auch mit den Feuerwehrangehörigen selbst ins Gespräch kommen.
Reinhold Weitzel und Wehrführer Manuel Gemmer zeigten sich nach der Veranstaltung zufrieden mit dem Verlauf des Stadtfeuerwehrtages. Die Besucherzahl, das große Interesse an der Übung und die zahlreichen Gespräche hätten aus ihrer Sicht gezeigt, dass das Konzept aufgegangen sei.
Der Stadtfeuerwehrtag sollte damit nicht nur ein Angebot für Familien sein, sondern zugleich auf die Bedeutung des Ehrenamtes und die Zukunft der Feuerwehren in Romrod aufmerksam machen.

