Großübung in Landenhausen: Fiktiver Großbrand mit Menschenleben in Gefahr – 17 „Verletzte“ gerettet, drei davon als besonders schwer verletzt eingestuft
LANDENHAUSEN
Dichter Rauch, verletzte Kinder und Betreuer und ein Feuer im Kindergarten: Was sich in Landenhausen dramatisch darstellte, war glücklicherweise nur ein Übungsszenario. Die Einsatzkräfte wurden zu einem angenommenen ausgedehnten Brand in einem Sondergebäude mit Menschenleben in Gefahr alarmiert, und mussten dabei insgesamt 17 Menschen aus dem Gebäude retten.

Als Sondergebäude gilt in diesem Fall der Kindergarten in Landenhausen. Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die angenommene Lage: Mehrere Kinder und Betreuer befanden sich verletzt im Gebäude und mussten unter schwierigen Bedingungen gerettet werden.
Insgesamt konnten die Einsatzkräfte 17 Personen aus dem Kindergarten retten und an den Rettungsdienst übergeben. Für die Übung war bei allen Betroffenen eine Rauchgasvergiftung angenommen worden. Drei der Verletzten wurden als besonders schwer verletzt eingestuft und erhielten die Sichtungskategorie Rot. Sie sollten im Übungsszenario entsprechend schnellstmöglich durch den Rettungsdienst abtransportiert werden.

Parallel zur Menschenrettung musste die Feuerwehr die Wasserversorgung sicherstellen. Dafür wurde eine Wasserentnahmestelle am örtlichen Schwimmbad eingerichtet. Anschließend konnte die Brandbekämpfung aufgenommen werden.
An der Großübung waren neben den örtlichen Einsatzkräften auch das Deutsche Rote Kreuz aus Lauterbach, die Feuerwehren Großenlüder und Müs sowie die Ortsteilfeuerwehr Rutlos beteiligt.
Für Einsatzleiter Julian Haß war die Übung ein Erfolg. Besonders die Zusammenarbeit mit den Nachbarfeuerwehren aus Großenlüder und Müs habe sehr gut funktioniert. Es sei die erste gemeinsame Übung dieser Größenordnung seit mehreren Jahren gewesen.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Übung“, lautet sein Fazit.
Ganz ohne Nachbereitung geht allerdings auch eine gelungene Übung nicht zu Ende. Wie bei solchen Einsatzübungen üblich, sollen die Abläufe anschließend gemeinsam besprochen werden. Dabei geht es auch darum, mögliche Schwachstellen zu erkennen und Verbesserungen für künftige Einsätze abzuleiten.
Für die 17 „Verletzten“ endete der Einsatz schließlich glimpflich: Sie waren Teil des Übungsszenarios und konnten nach der Rettung wieder in ihre Rollen zurückkehren.
Anm. d. Red.:
Auf Wunsch der Feuerwehr sind die Kinder im Gesicht verpixelt beziehungsweise nicht frontal zu sehen. Die erwachsenen Übungsteilnehmer zeigen wir dagegen unverpixelt.

