Feuerwehr löscht Schwelbrand im Laderaum – Verkehrssituation an der Grundschule bereitet Einsatzkräften Sorgen
LOLLAR
Rauch aus einem Müllfahrzeug, ein schneller Einsatz der Feuerwehr und anschließend ein ganz anderes Problem: Während ein Schwelbrand im Laderaum eines Überkopfladers am Dienstagvormittag rasch gelöscht werden konnte, bereitet den Lollarer Einsatzkräften die Verkehrssituation an der benachbarten Grundschule zunehmend Sorgen.

Gegen 11.30 Uhr bemerkte Florian Schwarz, Leiter des Lollarer Bauhofs und selbst Feuerwehrmann, die Rauchentwicklung aus dem Laderaum. Er informierte den Fahrer und setzte gleichzeitig den Notruf ab.
Der Müllwagen befand sich zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses. Der Fahrer steuerte deshalb direkt auf die Einsatzkräfte zu. Eine gute Entscheidung: Die Feuerwehr musste nicht erst durch den Verkehr zum Fahrzeug fahren und konnte unmittelbar mit den Löscharbeiten beginnen.
Die Besatzung öffnete die Entladeklappe und brachte den glimmenden Müll direkt vor den Einsatzfahrzeugen auf die Straße. Rund 36 Feuerwehrleute löschten den Abfall anschließend mit Wasser und Schaum ab.
Warum der Müll zu glimmen begonnen hatte, ließ sich nicht abschließend klären. Da kein nennenswerter Sachschaden entstanden war, verzichtete die Polizei auf weitere Ermittlungen zur Brandursache.

Feuerwehr sorgt sich um ihre Einsatzwege
Nach dem schnellen Ende des Einsatzes rückte für die Feuerwehr ein anderes Thema in den Mittelpunkt: die Verkehrssituation in der Straße „Schur“ nach Schulschluss.
Immer wieder werden dort Fahrzeuge beidseits der Straße abgestellt, während Eltern ihre Kinder abholen. Hinzu kommt der gleichzeitig ein- und ausfließende Verkehr. Für die Feuerwehr kann das im Ernstfall zu gefährlichen Verzögerungen bei der Ausfahrt führen.
Aus Sicht der Einsatzkräfte ist die Situation besonders problematisch, weil bei zeitkritischen Einsätzen jede Minute zählt. Notfalls müssten die Feuerwehrleute einen Umweg über die Alarmausfahrt der Wache nehmen.

Schulleiter Michael Kramer suchte deshalb am Dienstag das Gespräch mit Stadtbrandinspektor Pascal Hirschhäuser. Auch ihm sei die Situation unangenehm, heißt es. Trotz wiederholter Hinweise an die Eltern komme es immer wieder zu Behinderungen.

Nun sollen die Eltern bei kommenden Elternabenden und über Elternbriefe erneut für die Problematik sensibilisiert werden. Auch die Stadt Lollar soll bei der Suche nach einer Lösung einbezogen werden. Im Raum steht unter anderem ein mögliches Einfahrverbot für die Straße „Schur“, von dem Einsatzkräfte ausgenommen wären.

















