Mit einem Anteil von 48,1 Prozent ist Windkraft – hier der Windpark Buchenau bei Eiterfeld – größter Erzeuger erneuerbarer Energie im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe. (Foto: RhönEnergie)

Mehr Strom aus Sonne und Wind

Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus Wind, Sonne und Biomasse – Zahl der Solaranlagen wächst weiter.

FULDA
Im Netzgebiet der RhönEnergie stammt weiterhin mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2025 lag der Anteil bei 55,7 Prozent. Das teilte das Unternehmen jetzt mit.

Die Zahl der Photovoltaik-Anlagen im Gebiet der RhönEnergie wuchs innerhalb eines Jahres von 22.300 auf 26.700. (Foto: RhönEnergie)

Besonders stark wächst die Zahl der Solaranlagen. Im vergangenen Jahr wurden rund 4.350 neue Photovoltaikanlagen gebaut. Im gesamten Netzgebiet gibt es inzwischen etwa 26.700 Anlagen.

Im Landkreis Fulda liefert die Photovoltaik den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Einige Kommunen erzeugen sogar mehr Strom, als sie selbst verbrauchen. Dazu gehören unter anderem Eiterfeld, Burghaun, Rasdorf und Hosenfeld.

Der Anteil des Sonnenstroms bei den erneuerbaren Energien liegt im Gebiet der RhönEnergie mittlerweile bei 42,5 Prozent. Der Anteil wächst. (Foto: RhönEnergie)

Die RhönEnergie will den Ausbau weiter vorantreiben. Bis zum Jahr 2030 sollen mehr als 360 Millionen Euro in Wind- und Solarparks sowie in den Ausbau der Stromnetze investiert werden. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu erhöhen und den Ausstoß von CO₂ zu senken.


Ausführlicher Artikel:

RhönEnergie: Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus erneuerbaren Energien
Photovoltaik-Boom hält an: Rund 4.350 neue Solaranlagen gingen 2025 im Netzgebiet der RhönEnergie in Betrieb – bis 2030 sind Investitionen von mehr als 360 Millionen Euro geplant.

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Die Energiewende im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe schreitet weiter voran. Bereits im dritten Jahr in Folge stammt rechnerisch mehr als die Hälfte des in das Stromnetz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig setzt sich der Ausbau der Photovoltaik ungebremst fort: Im Jahr 2025 wurden rund 4.350 neue Solaranlagen installiert – ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach Angaben der RhönEnergie lag der Anteil erneuerbarer Energien am Strom im Netzgebiet im vergangenen Jahr bei 55,7 Prozent. Das Versorgungsgebiet umfasst Kommunen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Main-Kinzig, Main-Spessart sowie im Wartburgkreis. Damit blieb der Anteil nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (56,9 Prozent). Ursache für den leichten Rückgang war eine geringere Stromerzeugung durch Windkraft infolge ungünstiger Witterungsbedingungen.

Insgesamt wurden rund 605 Millionen Kilowattstunden Strom aus Photovoltaik-, Wind-, Wasser- und Biomasseanlagen in das Netz der OsthessenNetz eingespeist. Dem stand ein Stromverbrauch von 1,09 Milliarden Kilowattstunden gegenüber. Der regionale Anteil erneuerbarer Energien entspricht damit nahezu dem bundesweiten Durchschnitt von 55,8 Prozent.

Nach Angaben der RhönEnergie fällt der tatsächliche Anteil erneuerbarer Energien in der Region sogar noch höher aus. Nicht berücksichtigt wird in der Statistik der Solarstrom, den Haushalte und Unternehmen direkt selbst verbrauchen, ohne ihn ins öffentliche Netz einzuspeisen. Auch der von außerhalb bezogene Strom enthält einen Anteil erneuerbarer Energien.

Photovoltaik im Landkreis Fulda besonders stark

Während im gesamten Netzgebiet die Windkraft den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien leistet, liegt im Landkreis Fulda die Photovoltaik vorne. Die 20.260 Solaranlagen erzeugten dort rund 194 Millionen Kilowattstunden Strom. Die 29 Windenergieanlagen kamen auf rund 173 Millionen Kilowattstunden.

Besonders deutlich wird die Entwicklung bei der Zahl der Photovoltaikanlagen. Ende 2025 wurden im Landkreis Fulda die meisten Anlagen in Fulda (3.913) registriert. Es folgen Künzell (1.654), Eichenzell (1.573), Petersberg (1.566), Neuhof (1.357), Großenlüder (1.234), Eiterfeld (1.084) sowie Hofbieber (1.015). Im gesamten Netzgebiet stieg die Zahl der Solaranlagen innerhalb eines Jahres von rund 22.300 auf 26.700.

Mehr Strom erzeugt als verbraucht

Einige Kommunen erzeugten bereits deutlich mehr erneuerbaren Strom, als sie selbst verbrauchten. Spitzenreiter war Eiterfeld mit einem Selbstversorgungsgrad von 437 Prozent. Es folgen Burghaun (207 Prozent), Rasdorf (141 Prozent) und Hosenfeld (110 Prozent), das insbesondere vom Biomassekraftwerk in Hainzell profitiert. Hofbieber erreichte mit knapp 100 Prozent nahezu eine vollständige Versorgung aus erneuerbaren Energien.

Mehr als 360 Millionen Euro bis 2030

Die RhönEnergie Gruppe will den Ausbau erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren weiter beschleunigen. Bis 2030 sind Investitionen von mehr als 360 Millionen Euro vorgesehen. Rund 100 Millionen Euro sollen in eigene Wind- und Solarparks fließen. Weitere deutlich mehr als 100 Millionen Euro sind für den Ausbau der Stromnetze eingeplant.

„Auf dem Weg zu dem Ziel, immer weniger CO₂ zu produzieren, ist das eine gute Entwicklung“, sagt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. Die Netzgesellschaft OsthessenNetz schaffe die Voraussetzungen dafür, dass immer mehr Anlagen für erneuerbare Energien angeschlossen werden können und der erzeugte Strom sicher ins Netz eingespeist sowie zuverlässig verteilt werde.

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Erstellt von Karl-Ernst Crönlein.