Schwierige Wasserversorgung und schwer zugängliches Gelände fordern zahlreiche Einsatzkräfte. Rund 80 Feuerwehrleute kämpfen bis in die Nacht gegen den Brand
Updatestand: 07.07.2026 – 14:25 Uhr
ULRICHSTEIN
Ein Großaufgebot der Feuerwehr ist seit Montagnachmittag bei einem Strohballenbrand im Einsatz. Rund 200 Strohballen gerieten gegen 14.17 Uhr im Bereich der Straße „Langwasser“ in Brand. Aufgrund der schwierigen Wasserversorgung und des unwegsamen Geländes werden die Löscharbeiten voraussichtlich bis Mitternacht andauern.
Der Brand war der Leitstelle am frühen Nachmittag gemeldet worden. Zunächst war von etwa 100 brennenden Strohballen die Rede. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass sich das Feuer bereits auf rund 200 Strohballen ausgebreitet hatte. Die Polizei geht am Ende von rund 250 Strohballen aus, wodurch ein Sachschaden von etwa 6.500 Euro entstand.
Die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte leiteten umgehend Maßnahmen zur Eindämmung des Feuers ein. Wegen der angespannten Wasserversorgung wurden zahlreiche weitere Feuerwehren sowie Tanklöschfahrzeuge aus umliegenden Kommunen nachalarmiert. Das benötigte Löschwasser musste im Pendelverkehr von Brandteichen und Zisternen zur Einsatzstelle transportiert werden.
„Die Maßnahmen werden voraussichtlich noch bis Mitternacht andauern“, erklärte Ulrichsteins Stadtbrandinspektor Alexander Adolph am Montagnachmittag. Rund 80 Einsatzkräfte seien vor Ort im Einsatz. Für den frühen Abend wurde zudem Unterstützung durch das Technische Hilfswerk (THW) erwartet.
Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch die Lage der Brandstelle erschwert. Nach Angaben der Feuerwehr ist das Gelände aufgrund des umliegenden Baumwuchses nur schwer zugänglich.
Ein Feuerwehrmann verletzte sich während des Einsatzes an der Hand und wurde vom Rettungsdienst direkt an der Einsatzstelle versorgt.
Trotz der anhaltenden Trockenheit bestand nach Angaben der Feuerwehr aufgrund der aktuellen Wetterlage keine Gefahr, dass die Flammen auf die umliegende Vegetation übergreifen. Die Nachlöscharbeiten werden sich dennoch voraussichtlich bis in die späten Abendstunden hinziehen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die genauen Umstände sind aktuell noch unklar. Derzeit kann jedoch auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.
Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Brandgeschehen geben können oder in den Stunden zuvor verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Brandortes gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.






















