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Hitze fordert Vorsicht

Deutschland erlebt hochsommerliche Temperaturen mit erhöhter UV- und Gewittergefahr – diese Tipps helfen, sicher durch die heißen Tage zu kommen

DEUTSCHLAND
Deutschland steht derzeit unter dem Einfluss einer ausgeprägten Hitzewelle. In vielen Regionen werden Temperaturen von deutlich über 30 Grad erwartet, lokal sind sogar Werte nahe 40 Grad möglich. Gleichzeitig warnen Meteorologen vor einer hohen UV-Belastung sowie regionalen Gewittern mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen.

Ausreichend Wasser trinken
Gesundheitsexperten raten dazu, ausreichend Wasser zu trinken, körperliche Aktivitäten möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit zu meiden. Leichte Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor gehören derzeit zur Grundausstattung. Auch Wohnräume sollten tagsüber möglichst kühl gehalten werden, indem Fenster geschlossen und Rollläden heruntergelassen werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt älteren Menschen, Kindern und chronisch Kranken, die unter der Hitze besonders leiden können. Zudem sollten weder Menschen noch Tiere in geparkten Fahrzeugen zurückgelassen werden. Wer Ausflüge plant, sollte die aktuellen Wetterwarnungen verfolgen, da sich Gewitter regional rasch entwickeln können.

Geparkte Autos und die Hitze

Schon nach wenigen Minuten kann sich ein geparktes Auto gefährlich aufheizen – selbst wenn die Außentemperatur moderat erscheint.

Bei etwa 30 °C Außentemperatur sind typische Werte:

  • Nach 10 Minuten: rund 37 °C im Innenraum
  • Nach 20 Minuten: etwa 43 °C
  • Nach 30 Minuten: etwa 46 °C
  • Nach 60 Minuten: 55–60 °C oder mehr

Auch bei nur 20 °C Außentemperatur kann die Temperatur im Fahrzeug innerhalb einer Stunde auf über 45 °C steigen.

Besonders kritisch ist, dass die Temperatur in den ersten 20 bis 30 Minuten am schnellsten ansteigt. Armaturenbrett, Lenkrad und Kindersitze können dabei sogar Oberflächentemperaturen von 70 °C oder mehr erreichen.

Wichtige Tipps:

  • Kinder oder Haustiere niemals im geparkten Auto zurücklassen – auch nicht für wenige Minuten.
  • Nach Möglichkeit im Schatten parken und Sonnenschutz für die Frontscheibe verwenden.
  • Vor der Fahrt das Fahrzeug gut durchlüften und ausreichend trinken.

Bereits wenige Minuten können ausreichen, um den Innenraum zu einer ernsthaften Gesundheitsgefahr werden zu lassen.

Ventilatoren können helfen – Wirkung hängt von der Temperatur ab

Ein Ventilator kühlt die Luft nicht. Er bewegt sie lediglich. Dadurch verdunstet Schweiß schneller auf der Haut, was den Körper kühlt und das Hitzeempfinden deutlich verbessert.

Dabei gilt:

  • Bis etwa 35 °C Lufttemperatur sind Ventilatoren für die meisten gesunden Menschen hilfreich.
  • Bei Temperaturen deutlich über 35 °C kann ein Ventilator weniger wirksam sein oder unter bestimmten Bedingungen sogar zusätzliche Wärme auf den Körper übertragen – insbesondere bei sehr trockener Luft. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann er hingegen weiterhin die Schweißverdunstung unterstützen.

Für heiße Tage sind diese Maßnahmen besonders sinnvoll:

  • Viel trinken.
  • Räume nachts oder früh morgens lüften und tagsüber abdunkeln.
  • Leichte, luftige Kleidung tragen.
  • Kühle Duschen oder feuchte Tücher auf Nacken und Unterarme legen.
  • Körperliche Anstrengung in die kühleren Tageszeiten verlegen.

Für ältere Menschen, Säuglinge oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen reichen Ventilatoren allein bei extremer Hitze oft nicht aus. Dann sind aktiv gekühlte Räume oder andere Maßnahmen zur Senkung der Körpertemperatur besonders wichtig.

Gewittergefahr: So verhalten Sie sich richtig

Ziehen Gewitter auf, sollten Aufenthalte im Freien möglichst vermieden werden. Suchen Sie frühzeitig Schutz in einem festen Gebäude oder einem geschlossenen Auto. Meiden Sie exponierte Stellen wie Hügel, einzelne Bäume, Masten oder offene Felder. Auch Badeseen, Flüsse und andere Gewässer sollten sofort verlassen werden.

Während des Gewitters gilt: Bleiben Sie von Fenstern fern und verzichten Sie möglichst auf Aktivitäten im Freien. Wer keinen sicheren Unterschlupf findet, sollte in die Hocke gehen, die Füße eng zusammenstellen und den Kontakt zum Boden so gering wie möglich halten. Hinlegen ist keine gute Idee.

Nach dem letzten Donner sollte man mindestens 30 Minuten warten, bevor Aktivitäten im Freien wieder aufgenommen werden. Gewitter können auch nach dem Ende des Regens noch gefährlich sein.

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Hinweis:
Erstellt von Karl-Ernst Crönlein.