Foto: Fuldamedia

Bundesweiter Zugverkehr steht still

Ausfall des Zugfunks GSM-R legt Bahnverkehr in ganz Deutschland lahm – Wiederaufnahme ungewiss

Updatestand: 24.06.2026, 01.09 Uhr:
Die bundesweite Störung des digitalen Bahnfunks ist behoben.
Der Bahnverkehr läuft wieder an. Es kann noch zu Einschränkungen kommen. Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat wird es jedoch noch einige Zeit dauern. Wir danken allen Fahrgästen für Ihre Geduld. Bitte informieren Sie sich weiterhin unmittelbar vor Reiseantritt über Ihre Reiseverbindung in der Reiseauskunft unter bahn.de, in der App DB Navigator oder bei der telefonischen Reiseauskunft 030/2970.

DEUTSCHLAND
Eine schwerwiegende technische Störung hat den Bahnverkehr in Deutschland am heutigen Tag (23.06.) nahezu vollständig zum Erliegen gebracht. Grund ist ein flächendeckender Ausfall des digitalen Zugfunksystems GSM-R, das für den sicheren Betrieb des Schienenverkehrs unverzichtbar ist. Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr daraufhin vorsorglich ein.

Nach Angaben aus Bahnkreisen sind sämtliche Züge von der Störung betroffen. Sie wurden an Bahnhöfen gestoppt oder angewiesen, den nächstgelegenen Halt anzufahren. Ohne funktionierenden Zugfunk ist eine sichere Kommunikation zwischen Lokführern und Fahrdienstleitern nicht möglich.

Auch der Regionalverkehr ist erheblich eingeschränkt. In mehreren Großstädten kam es zu Ausfällen von S-Bahn-Systemen. Neben der Deutschen Bahn sind auch private Eisenbahnunternehmen betroffen, da sie dieselbe Infrastruktur nutzen.

Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit unklar. Experten gehen davon aus, dass neben dem Hauptsystem auch technische Rückfallebenen beeinträchtigt sind. Mit einer stabilen Wiederaufnahme des Betriebs wird frühestens im Laufe der kommenden Stunden, möglicherweise jedoch erst am Folgetag gerechnet.

Reisende werden gebeten, geplante Bahnfahrten nach Möglichkeit zu verschieben oder auf alternative Verkehrsmittel wie Busse, U-Bahnen oder Straßenbahnen auszuweichen.

Das GSM-R-System bildet die Grundlage der sicherheitsrelevanten Kommunikation im Bahnverkehr. Es ermöglicht unter anderem den direkten Kontakt zwischen Lokführern und Betriebszentralen sowie das Übermitteln von Nothalt-Befehlen. Ein flächendeckender Ausfall hat daher erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Schienenverkehr.

Techniker arbeiten nach Angaben der Bahn mit Hochdruck an der Analyse und Behebung der Störung. Als mögliche Ursache wird ein Problem in zentralen Netzwerkkomponenten vermutet. Weitere Informationen werden im Laufe des Tages erwartet.

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Erstellt von Karl-Ernst Crönlein.