Bei der Lauterbacher Feuerwehr bereits im Einsatz erprobt: Wechsellader sollen zukünftig kreisweit zum Einsatz kommen. Landrat Dr. Jens Mischak (Mitte), Kreisbrandinspektor Marcell Büttner (links) und Kreisbrandmeister Tony Michelis präsentieren am Standort der Feuerwehr Lauterbach-Mitte, wie Wechsellader-Fahrzeug und Abrollbehälter aussehen. (Foto: Vogelsbergkreis/J. Sippel)

Neues Feuerwehr-Konzept für den Vogelsbergkreis

Kreis setzt gemeinsam mit vier Standort-Kommunen auf Wechselladerkonzept im Brand- und Katastrophenschutz

VOGELSBERGKREIS
Der Vogelsbergkreis will den Brand- und Katastrophenschutz verbessern. Dafür arbeiten der Kreis und die Städte Alsfeld, Lauterbach, Homberg (Ohm) und die Gemeinde Grebenhain zusammen.

Landrat Dr. Jens Mischak sagt: „Wir gehen neue Wege im Vogelsbergkreis: Denn zusammen mit Grebenhain, Alsfeld, Lauterbach und Homberg stellen wir eine wichtige Säule im Brand- und Katastrophenschutz zukunftsfähig auf.“

Das neue Konzept heißt Wechselladerkonzept

Dabei werden insgesamt neun Lastwagen angeschafft. Dazu kommen mehrere sogenannte Abrollcontainer. Das sind große Behälter mit verschiedener Ausrüstung. Sie können je nach Einsatz auf einen Lastwagen geladen werden.

Die Fahrzeuge und Container werden auf vier Feuerwehr-Standorte verteilt:

  • Alsfeld
  • Lauterbach
  • Homberg (Ohm)
  • Grebenhain

So können sich die Feuerwehren im ganzen Kreis besser unterstützen.

Das Konzept wurde im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss vorgestellt. In der nächsten Sitzung des Kreistags soll darüber entschieden werden.

Landrat Dr. Mischak erklärt: „Denn mit dem Konzept machen wir die vier Wehren vor Ort flexibler. Damit stärken wir nicht nur die vier einzelnen Wehren, sondern im Verbund auch den überörtlichen Brand- und Katastrophenschutz.“

Die Container sind für verschiedene Einsätze vorbereitet. Zum Beispiel für:

  • Atemschutz
  • Gefahrgut-Einsätze
  • viele verletzte Menschen
  • Wald- und Vegetationsbrände
  • Hochwasser

Landrat Dr. Mischak sagt: „Diese sind genau auf verschiedene Einsatzlagen angepasst und etwa mit Ausrüstung für den Atemschutz, Gefahrguteinsätze, für Massenanfälle von Verletzten, Vegetationsbrände oder Hochwasserlagen ausgerüstet.“

Kreisbrandinspektor Marcell Büttner ergänzt: „Denn wir sprechen dabei auch über schon befüllte Sandsäcke, Tanks mit bis zu 10.000 Litern Wasser sowie Hygiene- oder Betreuungsausstattung für Großeinsatzlagen.“

Ein Lastwagen kann verschiedene Container transportieren. Dadurch wird nicht für jede Aufgabe ein eigenes Feuerwehrfahrzeug benötigt.

Kreisbrandmeister Tony Michelis erklärt: „Wir können so die Beladung speziell an das Einsatzszenario und die örtlichen Begebenheiten anpassen. Und beispielsweise bei einem größeren Vegetationsbrand die Einheiten der weiteren Standorte hinzuziehen, um in der Löschwasserlogistik zu unterstützen.“

Der Landrat sieht viele Vorteile: „Denn wir können kosteneffizient beschaffen, sparen klassische Feuerwehrfahrzeuge ein, passen die Ausstattung an die Bedürfnisse vor Ort an, können uns gegenseitig kreisweit unterstützen und setzen auf ein hessenweit kompatibles und bewährtes System.“

Zum Schluss betont Dr. Mischak: „Die Anforderungen an die Feuerwehren steigen – nicht erst seit gestern – stetig. Das Aufgabenspektrum wird immer breiter, die personellen und materiellen Anforderungen wachsen. Das ist eine echte Herausforderung. Da braucht es effiziente und langfristig gedachte Lösungen, die wir nun zusammen mit Alsfeld, Homberg, Lauterbach und Grebenhain für den Vogelsbergkreis auf den Weg bringen.“

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