22-jähriger Spieler des VfL mit Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen – VfL Lauterbach – SG Distelrasen 0:0 (abgebrochen)
LAUTERBACH
Der Fußball rückte am Samstagnachmittag in Lauterbach in den Hintergrund. Statt einer möglichen Meisterfeier des VfL Lauterbach sorgte ein medizinischer Notfall auf dem Spielfeld für große Bestürzung. Die Begegnung der Aufstiegsrunde zur Kreisoberliga gegen die SG Distelrasen wurde beim Stand von 0:0 vorzeitig abgebrochen.
Dabei war alles für ein Fußballfest vorbereitet. Rund 600 Zuschauer, möglicherweise sogar etwas mehr, hatten sich auf dem Sportgelände eingefunden, um das Topspiel zu verfolgen. Mit einem Heimsieg hätte sich der VfL die Meisterschaft sichern können.
In der 21. Minute nahm die Partie jedoch eine dramatische Wendung. Ein 22-jähriger Spieler des VfL Lauterbach erlitt auf dem Platz einen medizinischen Notfall. Umgehend eilten Rettungskräfte zur Hilfe, wenig später landete ein Rettungshubschrauber direkt auf dem Spielfeld. Während die Zuschauer und Beteiligten in Sorge auf Neuigkeiten warteten, dauerte die medizinische Versorgung des Betroffenen etwa 45 Minuten an.

Anschließend wurde der Spieler mit dem Hubschrauber abtransportiert. In Absprache mit beiden Vereinen entschieden sich die Verantwortlichen für einen sofortigen Spielabbruch.
Die Gedanken beider Mannschaften gelten dem betroffenen Spieler und seinen Angehörigen. Ob und zu welchem Zeitpunkt die Partie neu angesetzt wird, war am Samstagnachmittag noch offen.
Celal Gezici, Vorstand Fußball, VfL Lauterbach:
„Der Spieler ist in der 21. Minute ohne gegnerische Einwirkung umgefallen. Er musste notärztlich behandelt werden. Er ist mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen worden. Wir haben erfahren, dass der Spieler soweit stabil ist und soweit alles in Ordnung ist. Die Mannschaft ist natürlich nicht in der Lage, überhaupt an Fußball zu denken. Das Spiel wurde abgebrochen.“
„In so einem Fall absolut verständlich“, erklärte VfL-Abteilungsleiter Kenan Duran im Anschluss an die Ereignisse. „Wir wissen auch noch nichts Neues, sind die ganze Zeit am Rumtelefonieren.“


