100 Kräfte der Feuerwehr und des Roten Kreuzes waren an der Einsatzstelle
ROMROD
Am 1. Mai gegen 14.45 Uhr wurden bei Romrod die Feuerwehren aus Romrod und Stadtteilen zu einem Vollalarm alarmiert, wir berichteten. Gegen 22.25 Uhr wurden die Brandschützer erneut unter dem Stichwort „F Wald 2“ an gleicher Stelle alarmiert.
„Wir waren bereits heute Nachmittag hier und haben entsprechende Löscharbeiten durchgeführt und sind jetzt erneut mit einem Großaufgebot an Kräften, aktuell sind 100 Kräfte der Feuerwehr und des Roten Kreuzes an der Einsatzstelle“, berichtet Volker Schwenzfeier, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Romrod. Es sei sehr ärgerlich, dass man wieder an den Ort des Geschehens zurückkehren muss wo man am Nachmittag weggefahren sei, nachdem der erste Brand gelöscht war. Am Abend habe man mit der Dunkelheit und dem trockenen Waldboden zu kämpfen. „Wir haben eine Drohne mit Wärmebildkamera in der Luft um nach Glutnestern zu suchen, die wir dann ablöschen“, so Schwenzfeier.
Die Wasserversorgung sei mit dem Lerneffekt vom Nachmittag deutlich besser aufgestellt. „Wir haben mehrere Tanklöschfahrzeuge im Einsatz, die im Pendelverkehr Wasser fortlaufend an die Einsatzstelle bringen“, erklärt Schwenzfeier. Man habe als Puffer einen Wasserbehälter mit 5000 Liter Fassungsvermögen aufgestellt, um schneller und mehr Wasser an die Einsatzstelle zu beringen.
Das Gelände, wo der Brand ausgebrochen war, sei schwierig befahrbar. „Wir können nur einen Weg in den Wald benutzen, einen zweiten Angriffsweg können wir nicht wählen, was die Lage an dieser Stelle erschwert“, so Volker Schwenzfeier. Es sei im Grunde von der Größe die gleiche Fläche, die wieder gebrannt hat.
Die Polizei hat die Ermittlungen zu beiden Bränden aufgenommen. Die B49 wurde zeitweise durch die Polizei gesperrt. Auch für die nahegelegene A5 gab es eine Rundfunkwarnung.
In diesem Zusammenhang bittet die Feuerwehr: „Bitte achtet darauf, keine Zigaretten, kein Müll und keine Elektrogeräte in Wald oder Natur entsorgen. Wer Rauch oder Feuer bemerkt, wählt sofort den Notruf 112.“
Zum Glück gab es keine verletzten Personen.
Ein Teil der Einsatzkräfte blieb bis in die Morgenstunden an der Einsatzstelle. Auch danach ist die Arbeit noch nicht beendet: Fahrzeuge müssen gereinigt, Schläuche geprüft, Material ergänzt und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden.
Bürgermeister Hauke Schmehl machte sich vor Ort selbst ein Bild der Lage und sprach persönlich mit den Einsatzkräften. Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Björn Müller bezeichnete die Lage als besondere Herausforderung für die Feuerwehren der Schlossstadt: „Zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden mussten wir an dieser Stelle tätig werden. Das kostet personelle Ressourcen und fordert auch unser Material erheblich. Umso wichtiger ist es, dass die Zusammenarbeit mit allen eingesetzten Kräften zuverlässig funktioniert.“
Alle Feuerwehren der Stadt Romrod waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Kräfte aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus, unter anderem aus Alsfeld, Mücke, Schwalmtal, Ulrichstein, Lauterbach und Grünberg. Die Feuerwehren Kirtorf und Grebenau unterstützten jeweils mit einem Katastrophenschutzzug. Ebenfalls im Einsatz waren der Kreisbrandinspektor Marcell Büttner, zwei Kreisbrandmeister, der ELW 2 des Landkreises sowie das DRK mit Drohnenstaffel und Betreuungszug.























