Die Entscheidung fällt am 29. März in einer Stichwahl
Updatestand: 17.03.2026, 10.30 Uhr
Wir haben mit dem aktuellen Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller gesprochen und wollten wissen, wie man auf neun fehlende Stimmen kommt, weil wir rechnerisch nur auf fünf fehlenden Stimmen kamen. Dazu erklärt Bürgermeister Vollmöller: „Das ist ein Denkfehler. Es müssen alle Stimmen von den Mitbewerbern zusammenaddiert werden.“ In der Summe ergibt das 3.231 Stimmen. Es entsteht eine Differenz zu Holger Marx von acht Stimmen (3.223). „Dann haben wir einen Patt“, erklärt Vollmöller weiter. Dazu muss noch eine Stimme für die Mehrheit addiert werden, macht also neun fehlende Stimmen. Am Ende spielt es keine Rolle ob nun fünf oder neun Stimmen fehlen, es kommt zur Stichwahl am 29. März.
So haben die Wähler gewählt:
| Holger Marx, CDU | 3.223 | 49,94 % |
| Katharina Jacob, Die Linke | 244 | 3,78 % |
| Domenico Garrubba, Einzelbewerber | 92 | 1,43 % |
| Daniel Schmidt, Einzelbewerber | 2.196 | 34,03 % |
| Albert Krumm, Einzelbewerber | 699 | 10,83 % |
Updatestand: 16.03.2026, 11.00 Uhr
Wir haben nachgerechnet und kommen zu dem Ergebnis, dass nicht neun, sondern nur fünf Stimmen fehlen. Es sind 6.454 gültige Stimmen. 50 % davon ergeben genau 3.227 Stimmen plus 1 Stimme mehr macht genau 3.228 Stimmen. 3.223 Stimmen bekam Marx, es fehlen also 5 Stimmen. Man kann es auch einfacher rechnen: 50,01 % von 6.454 gültigen Stimmen = 3.227,64 gerundet also 3.228 Stimmen hätte Marx gebraucht. Weshalb gestern Abend die Zahl 9 im Rathaus geisterte, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Unterm Strich ist es ziemlich egal, wie viel Stimmen fehlten, es hat nicht gereicht. 50,01 % hätte Marx holen müssen.
LAUTERBACH
Es wurde lange gezählt und dann stand fest: Es gibt eine Stichwahl in Lauterbach. Holger Marx (CDU) lag mit 49,94 Prozent vorne, verpasste die absolute Mehrheit aber ganz knapp. Das zweitbeste Ergebnis erreichte Daniel Schmidt (parteiunabhängig), der auf 34,03 Prozent kam. Insgesamt hatten sich fünf Personen um die Nachfolge von Amtsinhaber Rainer-Hans Vollmöller beworben.

Die Entscheidung wer Vollmöller, der seit rund 30 Jahren Rathauschef in Lauterbach ist, beerbt, fällt nun am 29. März zwischen Marx und Schmidt. Vollmöller war nicht erneut angetreten, sondern geht aus gesundheitlichen Gründen zum 1. Juli und damit ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Ende seiner Amtszeit in den Ruhestand. Neben Marx und Schmidt hatten sich drei weitere Personen für das Amt beworben. Albert Krumm (parteiunabhängig) erhielt 10,83 Prozent, Katharina Jacob (Die Linke) 3,78 Prozent und Domenico Garrubba (parteiunabhängig) 1,43 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren in der Kreisstadt 10.252 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen gewesen, die Wahlbeteiligung lag bei 63,7 Prozent.
Holger Marx (CDU):
„Ganz ehrlich, bei fünf Bewerbern 49,9 Prozent herauszuholen ist sehr, sehr gut, aber nichtsdestotrotz müssen wir zwei Wochen richtig powern, dass wir dann am 29. März den Sieg einfahren.“

Wie kommt es zu einer Stichwahl?
Eine Stichwahl ist dann notwendig, wenn in der ersten Runde keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, also mindestens 50 Prozent plus eine Stimme. In der Stichwahl treten nur die beiden Erstplatzierten des ersten Wahlgangs an. Bei der Stichwahl stehen lediglich zwei Namen auf den Stimmzettel. Sie entscheiden sich für einen der beiden und machen entsprechend Ihr Kreuz. Gewählt ist, wer die meisten der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht hat – bei nur zwei Kandidaten ist das automatisch die absolute Mehrheit.

