Autobahn an Steigung bei Homberg und Kirchheim im Schneetreiben voll gesperrt
A7/A5/A49
Die Schneefront, die von Südwesten her über Deutschland zieht, hat am Nachmittag Hessen erreicht und dort für massiven „Winternachschub“ gesorgt.
Auf der A7/A5 und A49 zwischen Marburg, Alsfeld und Kassel war die Fahrbahn innerhalb kurzer Zeit schneebedeckt, sodass nur noch langsames Fahren möglich war. Die Winterdienste waren im Dauereinsatz, konnten aber nicht überall gleichzeitig sein.

An einer Steigung bei Homberg (Ohm) und Kirchheim musste die Autobahn im dichten Schneetreiben voll gesperrt werden. Lastwagen standen quer und kamen in der dicken Schneedecke nicht mehr weiter. Es gab zahlreiche Unfälle. Es kam zum kompletten Stillstand und somit zu einem Verkehrschaos im abendlichen Berufsverkehr.

Auf der B62 standen die Lkw kurz vor Auffahrt der A5 bei Alsfeld (Ost), nichts ging mehr. Es bildeten sich lange Staus auf der Bundesstraße bis zur „Hartmann-Kreuzung“. In Eifa (Ortsausgang) drohte ein Lkw in den Graben zu rutschen.
Auf der A7/A5 kurz vor dem Kirchheimer Dreieck, ein zentrales Autobahndreieck, waren alle Spuren belegt. Die Fahrer standen mit ihren Fahrzeugen teilweise bis zu fünf Stunden im Stau. Der Wetterdienst hatte viel Mühe sich einen Weg durch den Stau zu bahnen.

Und wieder stellten wir fest, dass viele Fahrzeuge dem Winterdienst die Arbeit erschwerten, da alle Fahrstreifen mit Fahrzeugen belegt waren.
Ein Leser beschreibt die Situation trefflich: „Das ganze Chaos liegt an denen, die auf der Spur zwei und drei denken, sie fahren auf Schienen. Da kommt auch kein Winterdienst durch. Einfach mal die mittlere Spur frei lassen und schon wäre nicht so ein Chaos.“


Am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr ereignete sich ein Unfall zwischen Lauterbach und Willofs. Ein 20-jähriger Opel-Fahrer aus Schlitz befuhr mit seiner 19-jährigen Beifahrerin aus Schlitz die L 3140 von Lauterbach kommend in Richtung Willofs. Aus bisher ungeklärter Ursache verlor er auf der winterlichen Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und im Anschluss im Graben zum Stehen. Fahrer und Beifahrerin verletzten sich im Verlauf des Unfallgeschehens leicht und wurden zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 8.000 Euro.

