Faszinierende, farbige Lichterscheinungen am Himmel, vor allem in den Polarregionen
DEUTSCHLAND
Das Polarlicht ist eine Leuchterscheinung durch angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome der Hochatmosphäre, also ein Elektrometeor. Polarlichter sind meistens in etwa drei bis sechs Breitengrade umfassenden Bändern in der Nähe der Magnetpole zu sehen.
Polarlichter sind faszinierende, farbige Lichterscheinungen am Himmel, vor allem in den Polarregionen, die durch die Kollision geladener Teilchen des Sonnenwinds mit Gasen in der Erdatmosphäre entstehen. Diese Teilchen werden vom Erdmagnetfeld zu den Polen gelenkt und regen dabei Sauerstoff- und Stickstoffatome an, die daraufhin leuchten und bunte Bänder, Schleier oder Vorhänge bilden. Man unterscheidet zwischen Nordlichtern (Aurora borealis) und Südlichtern (Aurora australis).
Die Sonne schleudert energiereiche, geladene Teilchen (Sonnenwind) ins All. Das Erdmagnetfeld lenkt die Teilchen in Richtung der Pole. In der oberen Atmosphäre kollidieren die Teilchen auf Sauerstoff und Stickstoff, die daraufhin Licht aussenden (Emission). Die Farben hängen vom Gas und der Höhe der Kollision ab: Grün ist am häufigsten (Sauerstoff, ca. 80-150 km), Rot und Blau entstehen in größeren Höhen (Sauerstoff, Stickstoff). Die Erscheinungsformen sind vielfältig und reichen von ruhigen Bögen über tanzende Vorhänge bis zu Kronen (Corona).
Regionen:
Am häufigsten in der Nähe der Polarregionen (z.B. Skandinavien, Kanada, Alaska). Bei starken Sonnenstürmen sind sie auch in Mitteleuropa, inklusive Deutschland, sichtbar, oft als roter Schimmer.
Polarlichter (Nordlichter) sieht man am besten in den dunklen Monaten von September bis März, idealerweise bei klarem, wolkenlosem Himmel zwischen 18 und 2 Uhr nachts, mit einem Höhepunkt um Mitternacht. Aktuell, rund um das Sonnenmaximum, sind die Chancen besonders hoch.
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