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Großbrand in Flieden-Rückers

27-jähriger Feuerwehrmann stirbt bei Löscharbeiten – Rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz

Updatestand: 07.01.2026, 10.30 Uhr

FLIEDEN-RÜCKERS
Ein Großbrand in einer Werkstatthalle in Flieden-Rückers im Landkreis Fulda ist am Dienstagabend tödlich ausgegangen. Ein 27 Jahre alter Feuerwehrmann ist ist am Rande eines Einsatzes während der Löscharbeiten gestorben. Der Mann war nach Angaben der Einsatzkräfte beim Ausrollen eines Schlauchs plötzlich zusammengebrochen. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb er im Krakenhaus. Nach Angaben der Polizei wird derzeit von einer medizinischen Ursache ausgegangen und steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Brand.

Update:
Nach Angaben der Polizei war der 27-Jährige bei dem Einsatz plötzlich zusammengebrochen. Versuche, ihn zu reanimieren, seien erfolglos gewesen, er verstarb im Krankenhaus.

Die Feuerwehr war um 17.40 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand alarmiert worden. „Wir sind um 17.40 Uhr hier zu einem Dachstuhlbrand alarmiert worden“, sagte Daniel Gudrun vom Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises Fulda. Zunächst sei der Einsatzort noch unklar gewesen. Nach einem weiteren Notruf habe sich herausgestellt, dass es sich um eine Scheune handelte, die als Werkstattgebäude genutzt wurde. Daraufhin sei das Alarmstichwort erhöht worden, um zusätzliche Einsatzkräfte zu mobilisieren.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Werkstatthalle eines landwirtschaftlichen Lohnunternehmers bereits in Vollbrand. „Im vorderen Bereich der Halle war im Deckenbereich Feuerschein festzustellen“, beschrieb Gudrun die Lage. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch zahlreiche in der Halle gelagerte Gefahrstoffe. Mehrere Flaschen mit Schweißgasen bliesen ab, zudem befanden sich Diesel und Schmiermittel in dem Gebäude, die das Feuer weiter anfachten.

Nach Angaben des Brandschutzexperten blies unter anderem eine Acetylenflasche ab, die nicht aus dem Gebäude geborgen werden konnte. „Es hat eine Acetylenflasche abgeblasen, die konnte aus dem Gebäude nicht geborgen werden“, sagte Gudrun. Die Flasche musste von außen gekühlt werden. Das Sicherheitsventil sprach an, die Flasche blies kontrolliert ab. Während der Löscharbeiten kam es zu mehreren Explosionen.

Auch die Wasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor Probleme. Neben dem Hydrantennetz wurden offene Gewässer unterhalb der Bahnstrecke genutzt. Dafür musste eine lange Förderstrecke aufgebaut werden. Winterliche Witterung und glatte Straßen erschwerten die Arbeiten zusätzlich.

Hessen Mobil streute die umliegenden Straßen, auch die Einsatzstelle selbst wurde abgestreut, um die Gefahr durch Glatteis zu reduzieren. Der Eigentümer des Gebäudes unterstützte diese Maßnahmen. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben der Feuerwehr der Gemeinde Flieden waren auch Feuerwehren aus Kalbach, Neuhof, Fulda und Schlüchtern beteiligt. Zudem waren Fahrzeuge aus Steinau an der Straße vor Ort. Drehleitern aus Fulda und Schlüchtern wurden eingesetzt. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm die Betreuung der Einsatzkräfte, die DLRG unterstützte mit einer Drohnenstaffel.

Der Tod des Feuerwehrmanns überschattete den weiteren Einsatz. Betroffene Feuerwehrleute wurden ausgetauscht. Zudem wurden Gesprächsangebote der psychosozialen Notfallversorgung bereitgestellt. Feuerwehrleute aus Nachbarwehren setzten anschließend die Löscharbeiten fort.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Entsprechende Warnungen wurden über die Medien verbreitet. Im Verlauf des Brandes stürzte das Hallendach teilweise ein. Weitere Personen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht verletzt.

Ein Anwohner hatte den Brand um 17.37 Uhr gemeldet. Die Einsatzkräfte rückten unter dem Stichwort „F2 – Dachstuhlbrand“ aus. Die Höhe des entstandenen Schadens (Stand: 07.01.2026, 10.30 Uhr) wird auf rund 800.000 Euro geschätzt, die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar.

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