Foto: Vogelsberger Zeitung

Zugalarmübung bei Firma Wegener

„Das ist das erste Mal, dass wir das für zwei Löschzüge machen“

LAUTERBACH
Kürzlich fand eine Zugalarmübung bei der Firma Wegener in Lauterbach Blitzenrod statt. Daniel Remiger, Gruppenführer und Ausbilder bei der Feuerwehr Lauterbach-Mitte: „Wir haben heute Abend bei der Firma Wegener eine Zugalarmübung ausgearbeitet für den Löschzug Süd und den Löschzug Mitte. Das ist das erste Mal, dass wir das für zwei Löschzüge machen.“

Warum zwei Löschzüge?
„Der Hintergrund ist einfach, dass die Firma Wegener auf einer Schwelle zwischen zwei Ausrückegebieten dieser beiden Löschzügen liegt. Wir haben das Szenario auch dementsprechend groß aufgebaut, dass wirklich zwei Löschzüge beschäftigt werden können, also ein großer verrauchter Bereich und acht verletzte Personen“, erklärt Daniel Remiger.

Warum lag eine Person (Übungspuppe) im Wasser?
„Die Idee dahinter war, dass die Person Panik bekommen hat wegen der Verpuffung im Gebäude, weggerannt und da hinten dann ins Wasser reingefallen ist. Die Person wurde auch relativ schnell gefunden und dann durch die Kräfte des Löschzugs gerettet“, beantwortet Daniel Remiger diese Frage.

Bei diesen Temperaturen wie ist da so eine Übung?
„Für die außenstehenden Kräfte war es wahrscheinlich sehr kalt, aber wir haben ja relativ dicke Klamotten, das geht. Wo es warm war, war dann im Innenangriff. Also die Trupps im Innenangriff haben geschwitzt, weil das Gelände und das Gebäude sehr groß, sehr weiträumig sind. Die Puppen waren schwer, also die Einsatzkräfte haben geschwitzt, trotz niedriger Temperaturen“, so Remiger.

Insgesamt waren 25 Einsatzkräfte vor Ort und hatten die Lage gut im Griff. „Das Einsatzszenario, so wie wir uns das vorgestellt haben, ist abgearbeitet worden. Es gibt ein paar kleine Sachen, die wir noch nachsteuern müssen. Dafür ist aber so eine Übung da und dann passt das so“, zeigt sich Remiger zufrieden.

Gab es besondere Schwierigkeiten?
„Ja, aufgrund der Größe des Objekts. Dieses Objekt ist riesig, sehr verwinkelt, sehr schwer zu überblicken und sehr schwer dann auch im Ersteinsatz zu planen. Das ist eine große Herausforderung. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Es ist ungefähr so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte“, erklärt Remiger abschließend.

 Freiwillige Feuerwehr Lauterbach
Die Freiwillige Feuerwehr Lauterbach ist keine Berufsfeuerwehr. Alle Einsatzkräfte verrichteten diesen Einsatz ehrenamtlich. Sie unterbrechen ihren Alltag, ob Arbeit, Freizeit oder Schlaf, um für die Allgemeinheit da zu sein. Dessen sollte sich jeder bewusst sein.

Alle Einsatzkräfte absolvieren viele freiwillige Stunden für Fort- und Weiterbildung, damit sie um nichts den Kameradinnen und Kameraden der Berufsfeuerwehr – von denen es nur sieben in Hessen gibt – nachstehen. Deshalb sucht die Freiwillige Feuerwehr auch Mitglieder und Mitgliederinnen für den aktiven Einsatzdienst.

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