Kirtorf-Lehrbach: Scheune in Vollbrand

Über 100 Einsatzkräfte waren im Einsatz – Löscharbeiten dauern noch an – Ortsdurchfahrt Lehrbach voll gesperrt

KIRTORF-LEHRBACH
Gegen 0.30 Uhr meldete die Leitstelle des Vogelsbergkreises einen Scheunenbrand im Kirtorfer Stadtteil Lehrbach.

Stadtbrandinspektor Sascha Schmidt erklärt im Wortlaut:
„Wir sind heute Nacht um 0.30 Uhr zu einem F3, einem Gebäudebrand, einem Scheunenbrand hier im Ortsteil Lehrbach alarmiert worden. Es sind alle Feuerwehren der Stadt Kirtorf hier eingesetzt, plus die Feuerwehr der Stadt Homberg mit der Drehleiter und dem Tanklöschfahrzeug. Nachalarmiert haben wir dann auch die Feuerwehr Stadtallendorf mit einer zweiten Drehleiter und noch zusätzlich Wasser, weil wir da auch hier die Wasserversorgung etwas Probleme hatten. Die Brandbekämpfung haben wir mit zwei Drehleitern durchgeführt und mit insgesamt acht Strahlrohren. Die Löschmaßnahmen dauern immer noch zur Zeit an, um die versteckten Glutnester in der Scheune noch zu finden. Dort kommen wir zur Zeit relativ schwierig dran, da die Scheune einsturzgefährdet ist. Wir warten jetzt noch auf das THW mit dem Sachbearbeiter.“

Die besondere Schwierigkeit war die Wasserversorgung oder das Rankommen?
„Zum einen die Wasserversorgung zwischendrin einmal kurz. Das Hauptproblem war aber wirklich an den Brandherd bzw. an die Glutnester jetzt zum Schluss noch dran zu kommen, weil die Scheune doch relativ verwinkelt ist und wir dort von außen nicht überall drankommen. Die Scheune ist verloren, das Wohnhaus konnten wir aber erhalten. Insgesamt sind von der Feuerwehr Kirtorf, Stadtallendorf, Alsfeld mit dem Abrollenbehälter Atemschutz circa 80 Einsatzkräfte hier, plus circa 15 Einsatzkräfte des DRK, die hier die Versorgung mit Getränken und Essen bereitstellen. Der ELW2 ist auch da, denn ab einer Größe oder ab einem F3-Großband wird er dann automatisch hierher angefordert bzw. kommt hierher. Hier können wir halt viel besser die Einsatzstelle koordinieren. Wir warten jetzt auf das THW um dann mit dem THW die Nachlöscharbeiten oder die Löscharbeiten der Glutnester abzustimmen, wie wir da jetzt weiter vorgehen. Wir hatten eine verletzte Person aus den eigenen Reihen, das war aber ein bisschen nur kreislaufmäßig. Also nichts Schlimmes“, erklärt Stadtbrandinspektor Sascha Schmidt.

Nach einer vorläufigen Schätzung der Einsatzkräfte beläuft sich der entstandene Sachschaden auf mindestens 150.000 Euro. Aufgrund der Löscharbeiten war die Hauptdurchgangsstraße durch Lehrbach, die Bundesstraße 62, bis etwa 9 Uhr voll gesperrt. Es kam jedoch zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen.

Das DRK Ortsverband Homberg versorgte die Einsatzkräfte mit Verpflegung.

Dr. Sven Holland vom RP Gießen und Landrat Dr. Jens Mischak waren auch am Einsatzort und machten sich ein Bild von der Lage.

Foto: Vogelsberger Zeitung
Foto: Vogelsberger Zeitung
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