Es kann Jeden treffen – Ihre Polizei warnt: Trickbetrug ist vielfältig.
LAUTERBACH
Am Mittwochabend (24.09.) klingelte bei einer 87-Jährigen aus Alsfeld das Telefon. Es meldete sich ein vermeintlicher Polizeibeamter der angab, dass die Tochter der lebensälteren Frau in einem schweren Verkehrsunfall verwickelt sei und nun eine Kaution zur Verhinderung einer Haftstrafte gezahlt werden müsse. Durch eine geschickte Gesprächsführung brachte der Unbekannte die Seniorin schließlich dazu, einen vierstelligen Betrag von ihrem Konto abzuheben. Glücklicherweise erlangte die aufmerksame Enkelin der 87-Jährigen Kenntnis von der Forderung der Betrüger und verhinderte die Übergabe des Geldes rechtzeitig.
Es kann Jeden treffen
Wer glaubt, das hätte ihm definitiv nicht passieren können, der hat weit gefehlt: Das Vorgehen der Täterinnen und Täter – das zeigt die kriminalistische Erfahrung – ist besonders perfide, überaus gut geschauspielert und vorbereitet und passt oft auf die Lebenssituation der Angerufenen oder wird dieser angepasst.
Im Gesprächsverlauf gehen die Betrüger äußerst geschickt vor und bringen ihre Opfer so dazu, Wertsachen zusammenzutragen und an vereinbarten Örtlichkeiten abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird eindringlich suggeriert, dass man nur so eine Verhaftung abwenden könne. Es ist bei dieser Masche auch nicht auszuschließen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen zur Bank zu fahren, um dort Bargeldbeträge abzuheben.
Sobald die Vermögenswerte greifbar und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurden, kommt ein Betrüger oder eine Betrügerin persönlich vorbei, um die Wertgegenstände abzuholen.
Ihre Polizei warnt: Trickbetrug ist vielfältig.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Rufen Sie die Polizei an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
- Informierten Sie Angehörige, Verwandte und Bekannte über die aktuelle Anrufwelle.

