45 Einsatzkräfte haben an der Übung teilgenommen – „Wir lernen daraus und nehmen viele Erfahrungen mit.“
LANZENHAIN
Unter dem Stichwort „F2Y brennt landwirtschaftliche Halle“ Am Trieb in Lanzenhain wurde die Feuerwehr alarmiert. Ein landwirtschaftliches Gebäude, wo ein Stall in der Nähe ist und eine Halle, in der Futter für die Tiere gelagert ist und sich auch Maschinen drin befinden. Das war das Szenario. Weiterhin wurden vier Personen vermisst, stand zusätzlich in der Alarmierung.

Matthias Herzog, Einsatzleiter und Wehrführer der Feuerwehr Lanzenhain erklärt: „Vorgefunden haben wir genau dieses Szenario. Die Feuerwehr aus Lanzenhain hat den ersten Angriff und die Menschenrettung vorgenommen und die vier Personen gefunden und gerettet. Der Löschzug aus Herbstein wird bei einem F2 mitalarmiert. Sie haben eine Riegelstellung aufgebaut und die Brandbekämpfung von der Stallseite vorgenommen. Dann haben wir durch das Rendezvous-Verfahren die Feuerwehr aus Eichelhain als benachbarte Wehr nachalarmiert, die uns dann bei der Wasserförderung über Faltbehälter unterstützt hat. Der Feuerwehr Eichelhain wurde dann das Tanklöschfahrzeug unterstellt.

Der erste Angriff von uns lief über die 30-Kubik-Zisterne, die auf dem Hof vorhanden ist, die praktisch die Löschwasserreserve für den ersten Angriff ist. Die weiteren Fahrzeuge haben dann noch eine lange Wegestrecke aufgebaut von einer 150er Leitung. Damit wurden dann die restlichen Fahrzeuge gespeist und soweit der Einsatz abgearbeitet. Real waren die Feuerwehren Herbstein Mitte, Lanzenhain und die Wehr aus Eichelhain. Fiktiv waren die Feuerwehren aus Lauterbach mit dem Teleskopmast und der GW-A/S (Gerätewagen-Atemschutz/Strahlenschutz) aus Alsfeld vor Ort, weil es so im Alarmplan steht.“

Thema Wasserversorgung:
„Die Wasserversorgung ist hier eigentlich nicht schlecht, aber es ist nur eine Fallleitung ins Dorf eine 150er Leitung da ist man schnell mit einer Leitung am Ende. Dann muss man sich weitere Gelegenheiten suchen. In knapp einem Kilometer wäre dann der nächste Bach im Ort gewesen, da hätten wir dann noch weiter aufbauen können, beziehungsweise hätten wir auch noch Landwirte gehabt, die uns dann noch unterstützt hätten.“

Das Resümee
„Ich war mit dem Ablauf so weit zufrieden. Es gibt immer Sachen, man ist nicht unfehlbar, wo man sagt, ja, okay, habe ich anerkannt, ist mein Fehler oder ja, das eine oder andere könnte ein bisschen schneller gehen. Das, was wir geübt haben, damit sind wir dadurch zufrieden. Wir lernen daraus und nehmen viele Erfahrungen mit. Eine Übung ist dynamisch, es kann immer etwas dazwischen kommen“, konstatiert Matthias Herzog. Insgesamt haben 45 Einsatzkräfte an der Übung teilgenommen.














