Knall und Druckwelle – War es ein Überschallknall?
Update: 14.45 Uhr
OSTHESSEN
Wackelnde Wände, Lärm wie bei einer Detonation: Wie viele Leser der Vogelsberger Zeitung berichten, waren am Mittwochnachmittag gegen 13.30 Uhr in verschiedenen Gemeinden im östlichen Vogelsbergkreis bis in den Landkreis Fulda zwei gewaltige explosionsartige Töne zu hören. Auch in unserer Redaktion war das deutlich zu hören.
Darauf folgte wohl eine spürbare Druckwelle, die teilweise sogar die Wände zum Wackeln brachte. Worum es sich bei dem Ereignis tatsächlich gehandelt hat, ist bisher unklar. Was genau die Ursache für dieses Phänomen war, ist bisher unbekannt. Eine mögliche Erklärung könnten beispielsweise Überschallflugzeuge sein, die bei großer Geschwindigkeit die Schallmauer durchbrechen.
Polizeipräsidium Osthessen bestätigt Überschallknall
Gegen 13.30 Uhr gingen mehrere Notrufe beim Polizeipräsidium Osthessen ein. Die Mitteiler gaben an, dass sie zwei laute Knallgeräusche wahrgenommen haben. Von seitens des Polizeipräsidiums Osthessen wurden Recherchen bezüglich der Hintergründe beim Fluginformationszentrum der Bundeswehr angestellt. Die Bundeswehr teilte dem Polizeipräsidium mit, dass es sich gegen 13.30 Uhr um einen militärischen Überflug gehandelt hat. Die Bundeswehr betone, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung gegeben habe.
Ein Überschallknall entsteht, wenn ein Objekt wie ein Flugzeug schneller als die Schallgeschwindigkeit fliegt. Dabei wird eine Druckwelle erzeugt, die sich kegelförmig hinter dem Objekt ausbreitet und am Boden als lauter Knall wahrgenommen wird. Diese Druckwelle wird auch als Stoßwelle oder Machscher Kegel bezeichnet.
Wir berichten nach, sobald wir neue Informationen haben.

