(v. l. n. r.) Patrick Krug, Frank Post, Gerhild Hoos-Jacob, Otto Bäuscher, Claudia Blum, Maximilian Ziegler und Thomas Rudolph. (Foto: SPD Vogelsberg)

„Hilfe für diejenigen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“

Patrick Krug und Maximilian Ziegler besuchen „Haus am Kirschberg“ in Lauterbach

LAUTERBACH
Seit mehr als 50 Jahren existiert das „Haus am Kirschberg“ in Lauterbach. Gestartet 1972 als Hilfe für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, handelt es sich heute um einen der Jugendhilfeträger im Vogelsbergkreis mit rund 100 Beschäftigten.

Über die Arbeit im „Haus am Kirschberg“ informierten sich dieser Tage der SPD-Kreisvorsitzende Patrick Krug und der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler bei einem Besuch. Dort sprachen sie mit der Vorsitzenden des Trägervereins „Hilfe für das verlassene Kind e. V.“, Gerhild Hoos-Jacob und Vorstandsmitglied Otto Bäuscher, den beiden Geschäftsführern Frank Post und Thomas Rudolph sowie Verwaltungsleiterin Claudia Blum über aktuelle Themen und Herausforderungen.

„Seit unseren Anfängen in den 1970er-Jahren hat sich viel entwickelt. Angefangen bei der Gründung einer Mädchengruppe, einem zeitweisen umfangreichen Berufsausbildungsangebot, über pädagogisch-therapeutische Intensivgruppen in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Marburg bis hin zu der Einrichtung einer ´Clearing-Stelle´ im Jahr 2017, wo das Zusammenleben von in besonderen Problemlagen befindlichen Eltern und Kindern erprobt wird“, berichtete Gerhild Hoos-Jacob den beiden Besuchern von der Geschichte des Hauses sowie des Trägervereins. Leitbild der Arbeit sei es Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien ein sicheres Lebensumfeld mit passgenauen, individuellen Hilfen zu bieten und sie in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. „Als Jugendhilfeträger beteiligen wir uns an der Jugendhilfeplanung hier im Kreis und setzen dabei auch auf neue Ideen. So ist beispielsweise das Angebot ´Hilfen unter einem Dach´ entstanden, wo ambulante, tagesstrukturierende und stationäre Angebote für Kinder und Jugendliche an einem Standort angeboten werden. Hierdurch kann zeitnah und flexibel auf die Bedürfnisse Hilfesuchender reagiert und möglichst schnell eine Lösung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien erarbeitet werden “, berichtete Geschäftsführer Rudolph.

Die Gewinnung von Fachkräften und die Weiterentwicklung der Mutter-Vater-Kind-Gruppe in einem zeitgemäßen Gebäude seien Herausforderungen für die Zukunft. Um gerade größere Investitionen stemmen zu können, seien die „Stiftung Kirschberg“ und der Verein Hilfe für das verlassene Kind e. V. als Trägerverein sehr wichtig. „Durch Spenden unterstützen regelmäßig über 2.500 Personen unsere Arbeit und sind damit ein wichtiger Teil der Finanzierung“, betonte Geschäftsführer Post. „Ohne die Spenderinnen und Spender wären viele Angebote nicht möglich“.

Die beiden Sozialdemokraten Krug und Ziegler zeigten sich beeindruckt vom vielfältigen Angebot der Einrichtung und betonten deren Bedeutung für die Region. „Damit das Versprechen auf ein gutes Leben im Vogelsberg auch für diejenigen gilt, die nicht immer auf der Sonnenseite des Lebens stehen, braucht es ein starkes soziales Netz. Ein Netz, das diejenigen auffängt, die aufgefangen werden müssen. Deshalb ist mir eine kommunale Sozialpolitik wichtig, die denjenigen, die Hilfe brauchen, auf Augenhöhe in ihren Sozialräumen begegnet und die mehr ist als die bloße Erfüllung von Pflichtaufgaben“, unterstrich Patrick Krug, der am 7. März im Kreistag als hauptamtlicher Erster Kreisbeigeordneter kandidieren wird. Hieran anknüpfend betonte Maximilian Ziegler, dass die neue schwarz-rote Landesregierung die Herausforderungen der Jugendhilfe sehe. „Um die gute und wertvolle Arbeit in diesem Bereich zu unterstützen, wollen wir unter anderem den Ausbau stationärer Plätze mit mehr Geld unterstützen oder zur Fachkräftegewinnung die in KiTas erfolgreiche bezahlte Ausbildung auf den Bereich der Jugendhilfe ausweiten“, umriss der Landtagsabgeordnete zwei Vorhaben der neuen Landesregierung.

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