Foto: Vogelsberger Zeitung

Wohnungsbrand in Eichelhain – Tiere verendeten

Es befanden sich auch einige Tiere im Wohnhaus – Familie brauch jede Unterstützung

Updatestand: 22.12.2023, 16.10 Uhr

Ernst Klein berichtet uns am Telefon: „Ich war in dem brennenden Wohnzimmer und habe den Hund gesucht und nicht gefunden. Dadurch habe ich mir die Rauchgasvergiftung eingefangen. Normal hätte ich heute noch im Krankenhaus verbleiben müssen, weil die Werte sehr hoch waren. Ich konnte aber im Krankenhaus nicht bleiben. Ich habe heute den Anruf bekommen, dass das Tier tot aufgefunden wurde.“ Von der Feuerwehr habe er erfahren, dass der Sturm durch den Schornstein in den Ofen gefegt wäre. Dort habe es eine Explosion gegeben und dadurch sei Glut heuausgeschleudert worden und habe das Holz neben dem Ofen in Brand gesteckt, berichtet Ernst Klein. Zu diesem Zeitpunkt sei noch keine Person im Haus gewesen. „Als ich nach Hause kam, sah ich von außen, dass das Wohnzimmerfenster schwarz war. Ich bin ins Haus und habe schon überall Qualm gesehen. Der erste Hund kam mir schon entgegen und ich habe weiter nach meinem zweiten Hund gesucht“, so Ernst Klein. Er habe noch versucht mit dem Feuerlöscher den Brand zu löschen, was aber nicht gelang. Rund 15 Minuten sei Klein im Haus gewesen. „Meine Enkeltochter und ihr Freund haben mit gesucht, waren aber nicht so lange im Haus“, berichtet Klein weiter. Der Freund der Enkeltochter habe dann die Feuerwehr alarmiert. Zum Glück hatte Ernst Klein seine Papageien unten im Winterquartier im Keller. Neben dem Hund haben einige Hausmäuse den Brand wohl nicht überlebt.

LAUTERTAL EICHELHAIN
Gegen 19.45 Uhr meldete die Leitstelle des Vogelsbergkreises einen Gebäudebrand im Lautertaler Ortsteil Eichelhain.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Brandschützer auch einen Gebäudebrand vorgefunden. Personen waren zum Zeitpunkt des Feuers noch im Gebäude, konnten sich aber nach Angaben von Gemeindebrandinspektor Sebastian Wulff selbst retten. Zwei Personen seien bei einem Nachbarn untergekommen. Drei Personen sind mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst übergeben worden. Vermutlich war die Ursache des Brandes wohl Holz, das neben einem Ofen gelagert war und zu Schmoren begann. Das Haus ist aktuell unbewohnbar.

Nach Angaben der Besitzerin befanden sich Tiere im Haus, die die Brandschützer ebenfalls versuchten, zu retten. Bei der Erkundung des Hauses wurden einige Papageien im Keller gefunden. Ein Hund soll womöglich entlaufen sein. Einige Hausmäuse haben den Brand wohl nicht überlebt. Dies ist aber noch unklar.

Vor Ort waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Lautertal, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Streife der Polizei.

Pressemitteilung des Polizeipräsidium Osthessen

Am Donnerstagabend (21.12.) kam es in der Straße „Neuer Weg“ in Eichelhain zu einem Brand in einem Einfamilienhaus. Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen stellten die Bewohner des Hauses gegen 19.45 Uhr, als sie nach Hause kamen, eine Rauchentwicklung in den Räumlichkeiten fest. Da sich mehrere Tiere im Gebäude befanden, betraten die Personen das Haus und informierten die Einsatzkräfte. Aufgrund des dichten Rauchs, mussten sie die Räumlichkeiten wenige Minuten später wieder verlassen. Der 64-Jährige Mann sowie ein 19-Jähriger und eine 16-jährige Jugendliche wurden leicht verletzt und mit dem Verdacht auf Rauchgasintoxikation zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf 15.000 bis 20.000 Euro geschätzt. Die Brandursache wird noch ermittelt.

Die Feuerwehr aus Lautertal konnte den Brand zeitnah ablöschen. An einem Kaminofen sowie der darüber befindlichen Decke entstand jedoch Sachschaden in Höhe eines unteren fünfstelligen Betrags.

Wie genau es zu der Rauchentwicklung und dem Feuer kommen konnte, ist derzeit noch unklar und Bestandteil der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei in Alsfeld. Nach momentanen Erkenntnissen entwickelte sich der Brand augenscheinlich im Bereich des Kaminofens.

Zwei in den Räumlichkeiten befindliche Hausratten sowie ein Gecko verendeten. Vier in Käfigen gehaltene Vögel konnten vorerst an das zuständige Veterinäramt übergeben werden.

Bianca Klein schreibt auf Facebook und bittet um Hilfen:

„Hey, ihr Lieben, ich habe eine Bitte an euch. Bei meinen Eltern hat es gestern gebrannt. Das Haus ist unbewohnbar. Wir suchen dringend Spenden, da sie vieles verloren haben. Unter anderem wohnt meine Tochter mit ihrem Baby dort und Freund dadurch alles verrußt ist. Es ist eben vieles hin. Bitte meldet euch, ich danke euch.“

Foto: Vogelsberger Zeitung
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