Dr. Jens Mischak, Dr. Carsten Linnemann und Michael Ruhl.

Dr. Carsten Linnemann am Tag der Deutschen Einheit in Alsfeld

Linnemann: „Leistung in der deutschen Gesellschaft muss sich wieder lohnen.“

ALSFELD / VOGELSBERGKREIS

Den neuen Generalsekretär der CDU Deutschlands, Dr. Carsten Linnemann, konnte die CDU Vogelsberg am Tag der Deutschen Einheit im Alsfelder Güterbahnhof begrüßen. Die Vogelsberger Christdemokraten nutzten den hohen Besuch, um zugleich den Wahlkampfendspurt bis zum 08. Oktober einzuläuten.

Vor rund 150 Besucherinnen und Besuchern warb der CDU-General dafür, dass sich Leistung in der deutschen Gesellschaft wieder lohnen müsse: „Wir haben den klaren sozialen Auftrag, dass diejenigen, die jeden Morgen aufstehen, den Wecker drücken und zur Arbeit gehen, nicht das Gefühl haben, in der Politik dieses Landes keine wirkliche Rolle mehr zu spielen“, so Linnemann.

Aus seiner Sicht habe die hohe Unzufriedenheit und der Vertrauensverlust vieler Menschen, insbesondere im Osten der Republik, genau mit diesem Phänomen zu tun, dass vieles von dem, was in Berlin diskutiert werde, mit der Lebenswirklichkeit der Menschen nichts mehr zu tun habe. Er halte – im Hinblick auf die Diskussion zusätzlicher Feiertage – auch nichts von der Vorstellung, dass unser Wohlstand im Zweifel durch weniger Arbeit erhalten werden könne. Mit Blick auf die Debatte um Heizung und Energie meinte Linnemann: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, einzelne Technologien durch Verbote vom Markt zu werfen. Wirtschaft funktioniert anders. Wir müssen uns Ziele setzen und dann der Wirtschaft die Zielerreichung und die Umsetzung überlassen“. Ansonsten riskiere Deutschland, dass noch mehr Forschung und Wissenschaft ins Ausland wechsele.

Im Hinblick auf den Flüchtlingsstrom machte der Generalsekretär deutlich, dass die CDU der Bundesregierung nun die Hand ausgestreckt habe, um gemeinsam Lösungen zu finden. Dies sei dringend notwendig, um insbesondere die kommunale Ebene zu entlasten. Lob hielt Linnemann auch für die Wahlkämpfer im Vogelsberg parat: „Mit Michael Ruhl und Jens Mischak haben sie zwei vor Ort, die tatsächlich auch einen beruflichen Hintergrund haben, mit dem sie nicht auf die Politik angewiesen sind. Auch wenn sie es nicht glauben, aber die beiden haben eine richtige Ausbildung gemacht“, erklärte er unter dem Schmunzeln und Beifall der anwesenden Zuhörer.

Michael Ruhl, Landtagskandidat und amtierenden Abgeordneter im Wahlkreis, nutzte sodann auch die Gelegenheit, um fünf Tage vor dem Sonntag nochmals eindringlich auf die Wichtigkeit der Stimmabgaben hinzuweisen. „Auch wenn die Umfragen derzeit gut ausschauen, die Ampel-Parteien haben immer noch rund 40 Prozent. Und wer sicher gehen will, dass dieses Modell nicht nach Hessen kommt, der muss am Sonntag der CDU das Vertrauen schenken“.

CDU-Landratskandidat Dr. Jens Mischak dankte Linnemann und bat um Unterstützung der ländlichen Räume auch durch die Bundes-CDU. „Wir brauchen besser zugeschnittene Lösungen und Modelle für Kreise wie den Vogelsberg, egal ob es um Fragen der Gesundheit, des ÖPNV oder der Nahversorgung geht“, so Mischak. Er sorge sich um die Integration der Flüchtlinge. Aus seiner Sicht gehe es mittlerweile nur noch um „Quantität“ nicht mehr um „Qualität“. „Wenn wir mit den Zahlen nicht runterkommen, dann werden wir uns nicht um die kümmern können, die wir sehr wohl als Fachkräfte auch bei uns in der Region brauchen“, so Mischak.

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