Foto: Vogelsberger Zeitung

Arbeitsunfall in der Hünfelder Kläranlage

Eine Person in Trichter gestürzt – Drei Personen kamen in Krankenhäuser

Updatestand: 19.54 Uhr

HÜNFELD

Gegen 16.14 Uhr meldete die Leitstelle Fulda, das in Hünfeld eine eingeklemmte oder verschüttete Person auf dem Gelände der Kläranlage sei.

Von einem 3-köpfigen Arbeitstrupp sollten Behälter gereinigt werden. Einer der eingesetzten Arbeiter stürzte bei den Arbeiten in einen Behälter.

Seine Kollegen verständigten die Rettungsleitstelle und versuchten, den Gestürzten eigenständig aus dem etwa 4 m tiefen Behälter zu ziehen, was jedoch bis zum Eintreffen der Feuerwehr zunächst nicht gelang. In dem Trichter befand sich laut dem Pressesprecher der Hünfelder Feuerwehr Schwefelwasserstoff.

Schwefelwasserstoff ist ein übelriechendes, farbloses, hochgiftiges Gas. Es ist korrosiv, brennbar, leicht entzündlich und geringfügig schwerer als Luft.

„Die Person lag etwa acht bis zehn Minuten in dem kontaminierten Bereich“, sagte Patrick Fey, stellv. Stadtbrandinspektor der Stadt Hünfeld.

Erst durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr gelang es den in den Behälter gefallenen Arbeiter aus seiner misslichen Lage zu befreien. Bei dem Sturz hatte sich der betroffene Arbeiter zum Glück nicht verletzt. „Es gab drei Personen, die daran beteiligt waren. Alle drei Arbeiter wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser zwecks medizinischer Untersuchung zugeführt, da sie aufgrund des streng herrschenden und unangenehmen Geruchs in dem Behälter, über Übelkeit klagten. Zwei Arbeiter kamen nach Hünfeld und ein Arbeiter nach Fulda ins Klinikum.

Die Feuerwehr Hünfeld war mit 15 bis 20 Einsatzkräfte vor Ort. Davon waren vier Atemschutzgeräteträger im Einsatz, die bei der Rettung der Person beteiligt waren.

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