Die DELF-Prüflinge im Frühling 2023, v.l.: Johann Kraus, Erik Koston, Friedrich Seibert, Lucien Mansueto, Maja-Sophie Reitz, Mia Berg, Ilona Rößner (Fachlehrerin) und Lynnia Kleber. (Foto: © Traudi Schlitt)

Beweis für Fleiß, Ehrgeiz und gutes Französisch

Sieben Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule nehmen an DELF-Prüfungen teil

ALSFELD

Das „Diplôme d’études en langue française“, kurz „DELF“ genannt, ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache. Es bescheinigt – je nach Fortschritt des Spracherwerbs – ein gewisses Kompetenzniveau in den Kategorien Hörverstehen, Leseverstehen sowie schriftlicher und mündlicher Ausdruck, also Sprechen und Schreiben.

Sieben Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule haben sich vor wenigen Wochen diesen Prüfungen unterzogen, fast alle konnten sich nun über ein Zertifikat freuen, das ihnen nicht nur gute oder sogar sehr gute Französisch-Kenntnisse bescheinigt, sondern auch Fleiß und Ehrgeiz, denn, so Fachlehrerin Ilona Rößner: „Die Schülerinnen und Schüler müssen sich auch über das im Unterricht nötige Maß hinaus auf diese Prüfungen vorbereiten.“ Umso mehr galt das im Fall von Maja-Sophie Reitz. Die Abiturientin hätte nach der E-Phase gerne Französisch als Leistungskurs gewählt, doch es kam nicht einmal ein Grundkurs zustande. Da sie jedoch ihren Berufswunsch Dolmetscherin weiterverfolgen wollte, bereitete sie sich außerhalb des Unterrichts zuerst auf die B1-Prüfung vor und nun auf die B2-Prüfung. „Damit hat Maja-Sophie aus eigener Kraft das höchste Niveau erreicht, das auf schulischer Ebene geprüft werden kann – und sie hat sich damit ein Ausbildungsjahr an der Dolmetscherschule ihrer Wahl erspart.“ Auf diese Weise zahlen sich Fleiß und Beharrlichkeit tatsächlich aus.

Doch auch die anderen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zeigten Durchhaltevermögen und auch Stressresistenz: Die Prüfungen werden zum einen schriftlich in der Schule abgelegt, während die mündlichen vom Institut français in Mainz abgenommen werden, das dazu nach Fulda in die Winfriedschule kam. „Muttersprachler zu verstehen und sich vor Muttersprachlern auszudrücken ist oft eine große Herausforderung für Schülerinnen und Schüler“, weiß Ilona Rößner, die alle Teilnehmenden bei den Vorbereitungen begleitet hat. „Umso schöner ist es dann, wenn es gelingt und die jungen Menschen merken, dass sie sich gut verständigen können und ihre Arbeit sowohl im Unterricht als auch in den Vorbereitungen zur Prüfung sich gelohnt hat.“ Und das, obwohl für die meisten von ihnen der Sprachunterricht auch unter der Pandemie gelitten hat: „Gerade während des Unterrichts in der Corona-Zeit hatten die Schülerinnen und Schüler nicht den Sprachunterricht, den es braucht, um eine Sprache lebendig und alltagstauglich zu erlernen“, gibt Rößner zu bedenken.

Auch für zwei Mitwirkende, die aus verschiedenen Gründen kein Zertifikat erhalten können, hat sich die Vorbereitungszeit gelohnt – sie haben ihre Französischkenntnisse verbessert und sind, wenn sie möchten, jetzt schon sehr gut auf die nächsten Prüfungsrunden vorbereitet. „Lynnia Kleber aus der achten Klasse hat im zweiten Lernjahr in ihrem Niveau die volle Punktzahl im mündlichen Bereich erreicht – das ist außergewöhnlich und sehr vielversprechend“, freut sich die Fachlehrerin. Da die Schülerin bei den schriftlichen Prüfungen erkrankt war, muss sie nun auf die nächste Chance für ihr Zertifikat warten.

Gerade für die Schülerinnen und Schüler der E-Phase war die Teilnahme an den DELF-Prüfungen wichtig; sie würden ihre zweite Fremdsprache gerne in der Q-Phase fortführen. Mit dem DELF-Zertifikat haben die Absolventen nun einen guten Nachweis für ihre Französischkenntnisse in der Hand. Das Gymnasium möchte mit verschiedenen Angeboten, etwa kürzeren oder längeren Kursfahrten und einer Wiederbelegung der Austauschaktivitäten das Fach Französisch insgesamt stärken. Und damit auch in den nächsten Jahren wieder viele jungen Menschen für die Sprache von Molière, Vian und Zaz begeistern.

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