Mit dem Verbissschutz werden die kleinen Bäume vor Tierfraß geschützt. (Foto: Christian Bolduan)

Abitur 2023: ein Jahrgang, 200 Bäume

Abiturjahrgang 2023 lässt Abi-Wald der Albert-Schweitzer-Schule wachsen

ALSFELD

Er entstand 2020 als gemeinsame Aktion des damaligen Abijahrgangs der Albert-Schweitzer-Schule, der bekanntlich keine weiteren Aktivitäten oder Feierlichkeiten zu seinem Abschluss begehen konnte. Seitdem wurde auf dem Waldstück bei Hattendorf jedes Jahr fleißig weitergepflanzt, einmal sogar nur von den Lehrkräften, als es im Jahr 2021 aufgrund des Wechsels von G8 zu G9 keinen Abiturjahrgang gab. Und auch in diesem Jahr ließen es sich die Abiturientinnen und Abiturienten nicht nehmen, dem „Abi-Wald“ zweihundert neue Bäume hinzuzufügen.

Am letzten offiziellen Schultag vor dem Abitur traf sich eine Gruppe fleißiger Helferinnen und Helfer mit Spaten und Setzlingen im Wald, um dort, wie immer begleitet von Förster Tobias Behlen (HessenForst, Forstamt Romrod, Revier Alsfeld), dem Abiwald ihren eigenen Anteil hinzuzufügen. Der Revierleiter zeigte sich sehr erfreut über das anhaltende Engagement der Alsfelder Schülerinnen und Schüler: „Wir haben in diesem Jahr die Elsbeere, den Speierling, den Spitzahorn und die Lärche als heimische Baumarten ausgewählt, um eine durch den Borkenkäfer entstandene Kahlfläche fit für den Klimawandel zu machen“, erläutert der Experte die Wahl. Die Vorbereitungen zur Pflanzaktion unterstützte in diesem Jahr der Schulpraktikant Manuel Prokopetz. „Die Fläche des Abi-Waldes beläuft sich jetzt auf 0,5 Hektar“, gibt der Förster bekannt, „und darauf stehen jetzt schon acht verschiedene Baumarten.“ Finanziert wird diese besondere Art der Aufforstung auf unterschiedlichste Art und Weise. In diesem Jahr zeichnete der Abiturjahrgang allein dafür verantwortlich. Er generierte die Summe aus verschiedenen Spenden, von denen die Firma PF Schweißtechnologie den größten Anteil übernahm – sehr zur Freude der Abiturientinnen und Abiturienten, die in diesem Jahr mit vielen Preissteigerungen zu kämpfen haben.

Nichtsdestotrotz zeigten sie sich stolz und glücklich, als sie am Ende ihres Pflanztages nicht nur die vierhundert Setzlinge versenkt hatten, sondern die kleinen Bäumchen auch mit Verbissschutz versehen hatten. Schulleiter Christian Bolduan, der den fleißigen jungen Leuten einen ausführlichen Besuch im Wald abstattete, freute sich sehr: „Es ist sehr schön, dass diese junge Tradition weitergeführt wird: Dies zeugt nicht nur von Verantwortung für die Umwelt, sondern auch von Teamgeist.“ Dieser Aussage schlossen sich auch Katharina Merle und Jonathan Ritter vom Abi-Komitee an: „Es war ein besonderes Gemeinschafts-erlebnis, es ist gut für die Umwelt und es war zwischen all dem Lernen fürs Abitur auch eine schöne Aktion an der frischen Luft.“

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