Bundes- und Lokalpolitik informiert sich bei der Firma Kamax in Homberg (Ohm)

Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Helge Braun besuchte Kamax in Homberg

HOMBERG (OHM)

Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der Stadt Homberg (Ohm), Siemke Ried und dem Bürgermeister der Stadt Alsfeld Stephan Paule besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Helge Braun die Firma Kamax am Standort in Homberg (Ohm). Nach einem Rundgang durch die Produktion des Familienunternehmens folgte ein intensiver und interessanter Austausch mit dem CEO der Unternehmensgruppe, Jörg Steins.

Mit über 19 Standorten weltweit und über 4000 Mitarbeitern gehört die Kamax Gruppe zu den führenden Unternehmen im Bereich der hochfesten Verbindungselemente für die Mobilitätsbranche. Die Produkte des Unternehmens werden hauptsächlich in Kraftfahrzeugen verbaut, zunehmend auch in elektrisch angetriebenen. Dominik Eller führte die Gäste durch die Produktion und erläuterte die verschiedenen Schritte, die notwendig sind, um Ende ein hochwertiges Produkt ausliefern zu können. Insgesamt werden dafür pro Jahr ca. 196.000 Tonnen Stahl zu über 3,1 Milliarden produzierten Teilen verarbeitet. Pro Tag verlassen allein mehrere Millionen Schrauben das Werk in Homberg (Ohm). 

Beeindruckt zeigte sich die Gäste um Prof. Dr. Helge Braun vom neuen Bereich für die Auszubildenden und Werksstudenten: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, eigenen Nachwuchs auszubilden und diesem de besten Voraussetzungen zu bieten. Nur so können wir, dem ohnehin vorhandenen Fachkräftemangel entgegenwirken“, erläutert Prof. Dr. Helge Braun.

Foto: Kamax
Dr. Braun (Foto: Kamax)

Die Frage, wie man auch künftig die benötigten Fachkräfte gewinnen kann war im Anschluss auch Thema des Austausches mit dem CEO Jörg Steins. Einig waren sich alle, dass sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren gewandelt hat. Die Frage nach einer Work-Life-Balance, der Arbeitsumgebung, flexiblen Arbeitsmodellen und moderne Ausstattung hat eine zunehmend größere Bedeutung bekommen. Unter anderem deshalb wurden in Frankfurt neue und moderne Büroflächen für die Kamax-Mitarbeiter geschaffen.

Nichtsdestotrotz bleibe Homberg ein wichtiger Standort für das Unternehmen. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel in die Produktion an unserem größten Standort investiert“, erklärt Jörg Steins. Eine Nachricht, die sowohl Bürgermeisterin Ried, die einen engen Austausch und Kontakt mit dem Unternehmen zusicherte, als auch Stephan Paule, freute. Vor allem ländlichere Gebiete, wie beispielsweise der Vogelsbergkreis könnten im Nachgang der Corona-Pandemie, auch als Wohn- du Arbeitsort weder attraktiver werden.

Zuvor erläuterte CEO Jörg Steins noch die Aufstellung des Unternehmens, mit Produktionsstätten in der Slowakei, Tschechien, Polen, Spanien, den USA, Mexiko und China, sowie Vertriebsbüros in Indien, Korea und Japan. Vor allem in einer globalisierten Welt mit wachsenden Automotive-Sektoren in Asien und Nordamerika, sei diese internationale Aufstellung eine Voraussetzung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies auch vor dem Hintergrund steigender Kosten und Bürokratisierung in Europa, aber auch im speziellen in Deutschland. Das Bürokratieabbau eine der wichtigsten Aufgaben in den kommenden Jahren sein wird bestätige auch Prof. Dr. Helge Braun, der dafür plädierte sich nicht im Klein-Klein zu verlieren, sondern nachhaltige und effektive Lösungen zu finden.

Eine weitere große Herausforderung stellt die Transformation in der deutschen Industrie allgemein, aber auch spezielle für die Kamax-Gruppe dar. Gerade vor dem Hintergrund des enorm hohen Energiebedarfs beim Erhitzen und Bearbeiten der Produkte ist dies eine komplizierte Aufgabe. Erste Überlegungen weisen in Richtung Wasserstoffnutzung. „Klar ist, dass dieser Prozess“, so Prof. Dr. Braun MdB „von der Politik unterstützt werden muss. Investition in die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff in der Produktion müssen gefördert und durch die Politik abgesichert werden. Nur so kann die große Aufgabe der Transformation unserer Wirtschaft ohne Wohlstands- und Arbeitsplatzverluste gelingen“, betont der Bundestagsabgeordnete.

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